Junger Stadtplaner

Münchner Schüler gewinnt bei „Jugend forscht“ - Auszeichnung für eigenes Programm

Nicolas vom Scheidt mit dem Titelbild seines Planungsprogramms.
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Nicolas vom Scheidt mit dem Titelbild seines Planungsprogramms.
  • vonKatrin Hildebrand
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Ein Achtklässler aus München wurde für sein selbst entworfenes Computerprogramm für Städteplanung beim Wettbewerb „Jugend forscht“ ausgezeichnet.

Au-Haidhausen - Viel Grün. Wenig Beton. Nicht zu viele Hochhäuser. So erträumen sich viele Menschen ihre Stadt. Nicolas vom Scheidt sieht es genauso. Doch wünscht er sich das nicht nur.

Er ist längst einen Schritt weiter und hat ein Computerprogramm für Städteplanung entworfen. „Der Aufbau einer Stadt, wie viele Grünflächen es gibt und wie befahren die Straßen sind, beeinflusst die Lebensqualität der Bewohner.“ Sein Programm befasst sich daher auch mit dem CO2-Ausstoß, der sich etwa durch Holzbauten und Parks eindämmen lässt.

Nicolas ist allerdings kein Mitarbeiter des Planungsreferats. Er ist 14 Jahre alt und besucht die achte Klasse des Münchner Maria-Theresia-Gymnasiums. Sein Programm hat er selbst entwickelt und eigenhändig beim Wettbewerb „Jugend forscht“ eingereicht. Mit Erfolg. Er ergatterte nun den Landessieg für das beste interdisziplinäre Projekt.

Inspiriert wurde er durch das Videospiel Minecraft. „Die Welten dort werden von einem Algorithmus generiert. Mit verschiedenen mathematischen Funktionen denkt sich der Algorithmus dann die Welt aus. Das fand ich cool und ich dachte mir, damit könnte ich selber etwas machen.“

Auf eine zukünftige Karriere als Stadtplaner will sich der Schüler allerdings noch nicht festlegen. Sein nächstes Ziel ist das Abitur. Und dann? „Mit Sprachen möchte ich später eher nichts machen.“ Er liebäugelt stattdessen mit Physik, Technologie oder Informatik.

hil

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