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Die Bima hat die Nase voll: Sie will die Reste des Weihnachtsfests in der Amisiedlung nicht mehr entsorgen. Was nun?

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Von: Katrin Hildebrand

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Sofern kein neuer Platz gefunden wird, könnte es passieren, dass die Bewohner der Amisiedlung ihre Weihnachtsbäume bald einfach irgendwo abladen.
Sofern kein neuer Platz gefunden wird, könnte es passieren, dass die Bewohner der Amisiedlung ihre Weihnachtsbäume bald einfach irgendwo abladen. © dpa/Daniel Karmann

In der Amisiedlung im Fasangarten will sich die Bima nicht mehr um die Entsorgung der Christbäume kümmern. Das sorgt für Aufregung bei Bürgern und Politikern.

FASANGARTEN Weihnachten naht. Und damit die Zeit der Christbäume. Doch was ein paar Wochen lang schön aussieht, fängt bald an zu nadeln – und wird spätestens nach dem Dreikönigstag von vielen entsorgt. In der ehemaligen Amisiedlung am Fasangarten könnte das heuer zum Problem werden. Denn eine Sammelstelle wie in anderen Vierteln existiert ab sofort nicht mehr.

„Bisher gab es einen Platz vor dem Cincinnati-Kino“, erklärt CSU-­Fraktionssprecher Stefan Reinwald vom BA Obergiesing-Fasangarten gegenüber Hallo. „Dort haben die Menschen ihre alten Christbäume abgelegt.“ Doch damit ist Schluss. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), Eignerin der Wohnanlage am Perlacher Forst, wird sich nicht mehr um die alten Bäume kümmern.

Wohin mit Christbäumen in Fasangarten? - Alternative Ablagestellen weit weg

Doch einfach auf andere Ablagestellen auszuweichen, ist schwierig. Die nächsten offiziellen Sammelorte und Wertstoffhöfe liegen weit weg – in Obergiesing, Ramersdorf oder Perlach.

Die Bima erklärt auf Hallo-­Anfrage: „Auch in der Vergangenheit gab es keine eigenen Bima-Sammelstellen in München-Fasangarten.“ Vielmehr hätten die Anwohner die Bäume einfach auf dem Grundstück beim Kino abgelegt, oft bis in den März hinein, manchmal sogar inklusive Deko oder direkt dort, wo mittwochs der Wochenmarkt stattfindet. „Dennoch hat die Bima immer wieder auf eigene Kosten Christbäume abtransportieren lassen“, heißt es von Seiten der Eigentümerin. Auch, damit der Wochenmarkt durch die abgelegten Bäume nicht behindert wurde.

Fehlende Ablagestellen für Christbäume: BA sucht Lösungen zur Baumentsorgung

BA-Vorsitzende Carmen Dullinger-­Oßwald (Grüne) versteht die Entscheidung der Bima nicht. „Die Bundesanstalt dominiert das ganze Wohngebiet. Sie kann doch nicht sagen, sie macht es einfach nicht mehr.“ Diese wiederum sieht sich im Viertel nicht allein in der Pflicht. „Die Bima ist zwar Eigentümerin vieler Häuser im Perlacher Forst, aber zahlreiche der Mehrfamilienhäuser sind auch verkauft und werden von anderen Wohnungsverwaltungen betreut.“ Dennoch hätten die Kosten der Entsorgung bisher zu 100 Prozent von der Bima getragen werden müssen.

Der BA sucht nun nach Lösungen. Im Gespräch ist, die Bäume durch den Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) abholen zu lassen. Wie Hallo erfuhr, würden folgende Kosten anfallen: 45 Euro für die Anfahrt, 20 Euro pro angefangenen Kubikmeter Abfall. „20 Christbäume entsprechen circa einem Kubikmeter“, erklärt AWM-Sprecherin Franziska Burkhard.

Doch gäbe es in der Amisiedlung auch bei dieser Lösung ein Problem, wie Reinwald erklärt: „Vor Ort gibt es kaum städtische Flächen zur Ablage. Vieles gehört der Bima. Notfalls müsste man die Bäume in einer leeren Parkbucht sammeln.“

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