Mehr Raum in modernerer Atmosphäre

Das hat es mit der Mega-Baustelle in Untergiesing auf sich

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Bis 2023 entstehen hier ein Neubau des Sozialpsychiatrischen Zentrums sowie eine Wohnanlage für Senioren.

Untergiesing – Die Paritätische baut ein neues Reha-Zentrum und eine Wohnanlage für Senioren nahe der Isar – wie der Bau aussehen soll und wer dort einzieht, lesen Sie hier

Wo vor Kurzem noch ein grüner Garten mit hohen alten Bäumen den Grund zierte, rollen jetzt Bagger. An der Agilolfingerstraße in Untergiesing ist gerade eine Mega-Baustelle: Auf der einen Seite errichtet das Sozialpsychiatrische Zentrum einen Neubau. Auf der anderen Straßenseite verlegt die Stadt einen Kunstrasen am Sportplatz.

Viele Anwohner bedauern vor allem den Abriss des Grünzugs – da kann Theresa Holzapfel, die Geschäftsführerin des Sozialpsychiatrischen Zentrums nur zustimmen. „Es tut immer weh, wenn man alte und hohe Bäume fällen muss“, sagt sie. Aber: Das 1952 erbaute Gebäude entsprach nicht den Richtlinien, die 2015 neu erlassen wurden. „Die Haustechnik ist veraltet, die Zimmer sind zu klein, die Heizung war ständig kaputt und einiges hätte ohnehin saniert werden müssen“, zählt Holzapfel auf. Also hat der Träger der Einrichtung, der Paritätische Wohlfahrtsverband, entschieden, einen Neubau zu errichten. Wie hoch die Kosten dafür sind, dazu will sich die Geschäftsführerin nicht äußern.

Theresa Holzapfel, Geschäftsführerin des Sozialpsychiatrischen Zentrums.

67 Menschen mit psychischer Erkrankung leben – für maximal zwei Jahre – in dem Reha-Haus, 20 teilstationär und 20 weitere wohnen dort, machen aber auswärts eine Ausbildung. Für die Bewohner bedeutet der Umbau: Sie erhalten künftig eigene Appartments, die etwas größer sind und mehr Privatsphäre haben. Denn bislang gibt es sogar Doppelzimmer, die sich je zwei Bewohner teilen. 

Während das Gebäude derzeit etwas versetzt nach hinten liegt, soll der Ersatzbau direkt am Straßenrand entstehen – und der Garten in den Innenhof verlegt werden. „Unser Architekt schließt das bestehende Ensemble des Bauvereins, das angrenzt“, sagt Holzapfel. Der Garten liegt nach dem Umbau also im Bereich des Innenhofs, während die Fassade mit dem Nachbarhaus eine Front bildet. Zusätzlich soll außerdem eine Wohnanlage für Senioren entstehen, eine Form des ambulanten Wohnens, bei der verschiedene Serviceleistungen dazu bestellt werden können. 

Im Herbst 2020 soll das neue Verwaltungsgebäude fertig sein – dann können dort Wohnugen und Therapiegebäude bezogen werden. 2023 soll der komplette Bau abgeschlossen sein. Über den Neubau wurden die direkten Anwohner bereits informiert; weil aber etliche andere Giesinger nachfragten, will das Sozialpsychiatrische Zentrum demnächst beim Hinterflohmarkt im Viertel einen Infostand herrichten.

Hanni Kinadeter

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