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Kunstwerk gerettet: Gestohlene Figur aus Galerie in Untergiesing taucht nach drei Monaten wieder auf

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Von: Katrin Hildebrand

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Das gestohlene Kunstwerk aus Galerie in Untergiesing ist nach drei Monaten wieder aufgetaucht.
Das gestohlene Kunstwerk aus Galerie in Untergiesing ist nach drei Monaten wieder aufgetaucht. © Katrin Hildebrand

Nach dem Diebstahl aus der Freiluftgalerie „Halt 58“ war das Kunstwerk verschwunden. Jetzt ist die „Fauna“ nach drei Monaten in Obergiesing wieder aufgetaucht.

Untergiesing - Wer’s war, ist unbekannt. Fest steht: Im Frühjahr wurden an der Freiluftgalerie „Halt 58“ am Fuß des Giesinger Bergs zwei Kunstwerke entwendet. Die Figur „Sparifankerl“ tauchte kurz darauf auf dem Gelände wieder auf. Die zweite größere Skulptur blieb verschwunden. Bis jetzt. Der Hausmeister Bernhard Riedl hat die „Fauna“ nun in Obergiesing gefunden. Um ein Haar wäre das Werk des Künstlers und Bühnenbildners Nikolaus Keller im Müll gelandet.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Hausmeister findet gestohlene Figur „Fauna“ aus der Untergiesinger Freiluftgalerie „Halt 58“

Riedl berichtet: „Sie stand im Gebüsch. Gleich neben den Flaschen- und Kleidercon­tainern am Hohenschwangauplatz.“ Wahrscheinlich dachte jemand, dass sie dort mitgenommen werden würde – notfalls von der Müllabfuhr.

Bernhard Riedl hat „Fauna“ im Gebüsch bei den Containern entdeckt. Nach der Restaurierung soll die Figur wieder in den Schrein am „Halt 58“.
Bernhard Riedl hat „Fauna“ im Gebüsch bei den Containern entdeckt. Nach der Restaurierung soll die Figur wieder in den Schrein am „Halt 58“. © Katrin Hildebrand

Das war vor etwa vier Wochen. Wirklich begeistert war Riedl von dem Kunstwerk zwar nicht. Aber für den Müll erschien es ihm definitiv zu schade. Also schleppte er „Fauna“ die 330 Meter nach Hause. Gar nicht so einfach, denn die Figur wiegt knapp 20 Kilogramm. Eine Zeit lang stellte er sie vor seine Wohnungstür. „Aber Freunde meinten, die Skulptur habe eine gruselige Ausstrahlung, ein bisschen so wie eine Voodoo-Puppe.“ Also landete „Fauna“ kurzerhand im Keller.

Um herauszufinden, wo das Kunstwerk herkam, nutzte Riedl eine Bild­erkennungs-Such-App. Er scannte „Fauna“ ein, startete dann die Online-Recherche – und stieß prompt auf die Freiluftgalerie und die Telefonnummer von Melly Kieweg, die den „Halt 58“ mit der Initiative „Mehr Platz zum Leben“ betreut.

Kieweg ist erleichtert. „Es ist so schön, dass sich Herr Riedl gemeldet hat. Sonst wäre die Plastik vielleicht für immer verloren gewesen.“ Ein bisserl muss die „Fauna“ aber noch in Riedls Keller ausharren, denn der Künstler kann seine Figur wohl erst kommende Woche abholen – mit dem Lastenradl. Zum Tragen ist sie zu schwer. Langfristig sollen beide Figuren wieder an den „Halt 58“. Zuerst aber werden sie restauriert.

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