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Bezirksausschüsse sind gegen den geplanten Umzug des Luitpoldgymnasiums ins Interim an die Alte Heide

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Von: Katrin Hildebrand

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Zwei Bezirksausschüsse und der Elternbeirat wünschen sich, dass das Luitpoldgymnasium ins Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium umzieht.
Zwei Bezirksausschüsse und der Elternbeirat wünschen sich, dass das Luitpoldgymnasium ins Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium umzieht. © Westermann

Kampf um den Schulweg: Die Bezirksausschüsse Bogenhausen und Au-Haidhausen sperren sich gegen die Verlegung des Luitpoldgymnasiums an die Alte Heide.

München-Ost - Die Bezirksausschüsse machen mobil. Sie wollen Schülern aus Bogenhausen und Au-Haidhausen den langen Weg nach Schwabing-Nord ersparen. Dieser würde drohen, sollte das renovierungsbedürftige Luitpoldgymnasium von der Seeaustraße im Lehel 2024 tatsächlich an die Alte Heide ziehen – in einen Interimsbau. Diese Option hat die Stadtverwaltung zumindest angedacht. Die BA und der Elternbeirat der Schule wehren sich dagegen. „Für Bogenhauser Kinder wäre diese Entwicklung, flapsig formuliert, nicht der Brüller“, sagt der BA-Vorsitzende Florian Ring (CSU) gegenüber Hallo.

Kein Umzug nach Schwabing-Nord: Bezirksausschüsse sprechen sich gegen Pläne der Stadt aus

Die CSU Bogenhausen hat nun im Bezirk und im Stadtrat einen entsprechenden Antrag gestellt. „Etwa ein Drittel der Schülerschaft des ,Luitpold‘ stammt aus unserem Viertel“, erklärt Ring. „Der Weg an die Domagkstraße wäre sehr weit.“ Als alternativen Interimsstandort empfiehlt er den Altbau des Bogenhauser Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums (WHG) nahe Arabellapark. Dieser wird bald leer stehen, da die Schule einen Neubau einige Kilometer weiter nördlich erhält. Auf diese Lösung drängt auch der BA Au-Haidhausen. Er hat sich bereits im Sommer auf SPD-Initiative gegen einen Umzug der Schule nach Schwabing-Nord ausgesprochen.

Die Schüler des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums ziehen bald in einen Neubau, dann steht das Schulgebäude leer.
Die Schüler des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums ziehen bald in einen Neubau, dann steht das Schulgebäude leer. © Katrin Hildebrand

Hinter der Ablehnung steht auch der Elternbeirat des Luitpoldgymnasiums: „Wir setzen uns stark für ein besser an das aktuelle Einzugsgebiet angebundenes Ausweichquartier ein“, erklärt Mitglied Martina Schäfer. „Es wäre die praktikabelste Alternative.“ Ihre beiden Kinder reisen selbst jeden Morgen aus Bogenhausen an. „Generell hat das Luitpold-Gymnasium seinen Haupteinzugsbereich in den östlichen Stadtteilen von der Isarvorstadt über Haidhausen und Lehel bis nach Bogenhausen, Unterföhring und Daglfing. Das WHG wäre für die meisten besser zu erreichen, für die Bogenhauser per Rad und für die anderen mit dem ÖPNV.“

Laut Referat für Bildung und Sport (RBS) kommen aktuell 341 der 989 Schüler des „Luitpold“ aus Bogenhausen, 222 aus Au-Haidhausen.

Schüler des Luitpoldgymnasiums müssen umziehen: Mehrere Interimsstandorte in Prüfung

Während sich die Haidhauser Viertelpolitik bereits positioniert hat, hat der BA Bogenhausen den CSU-Antrag noch mal verschoben.

„Zunächst soll ein runder Tisch mit Vertretern der Stadt, dem Unterausschuss Bildung und der Elternbeiratsvorsitzenden stattfinden“, erklärt BA-Chef Ring. „Da wollen wir den offiziellen Stellen klarmachen, dass wir Angst haben, dass unsere Jugendlichen unter den Tisch fallen. Das Interim in Schwabing würde ja über mehrere Jahre genutzt. Und an einem weit entfernten Standort würde sich auch die Schülerschaft ändern. Da würden die Kinder aus Freimann hingehen und unsere Kinder hätten kein naturwissenschaftliches Gymnasium mehr in der Nähe.“

Wie das RBS gegenüber Hallo angab, würden derzeit mehrere Interimsstandorte geprüft und mit der Schule diskutiert. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen.

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