Neuer Publikumseingang

Umbau des Maximilianeums in München: Wie der neue Bayerische Landtag aussehen wird

Die Westfassade des Maximilianeums in einer Simulation: Dort soll ein neuer Besuchereingang entstehen; außerdem werden Brunnen und Grünanlagen neu gestaltet.
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Die Westfassade des Maximilianeums in einer Simulation: Dort soll ein neuer Besuchereingang entstehen; außerdem werden Brunnen und Grünanlagen neu gestaltet.

Zwischen modern und alt: Das Maximilianeum wird sich in den nächsten Jahren verändern. Was alles geplant ist, bis wann der Umbau läuft und wie viel er kostet.

Haidhausen - Einerseits modern und barrierefrei. Andererseits geht es für das Maximilianeum samt Bayerischem Landtag ins späte 19. Jahrhundert zurück.

Der Prachtbau am Isarhochufer erhält 2023 einen neuen Publikumseingang an der westlichen Schaufassade, zudem ein eigenes, modernes Foyer für die Besucher.

„Kernstück ist ein halbrunder Raum mit einer Projektionswand, mit der die Gäste auf das Erlebnis Parlament emotional und informativ eingestimmt werden“, sagt Landtagspräsidentin Ilse Aigner.

Langfristig sollen auch die Auffahrtsrampe und die Gartenanlagen im Westen verändert werden. Dazu gehört der Einbau eines Aufzugs im südlichen Abschnitt. Die Kosten dieses Teilumbaus belaufen sich auf etwa 37 Millionen Euro.

Das Maximilianeum entstand im 19. Jahrhundert auf Wunsch König Maximilians II. Sein Architekt Friedrich Bürklein entwarf den Monumentalbau ursprünglich nur als Unterkunft für „talentvolle bayerische Jünglinge“, sprich für die damaligen Stipendiaten der königlichen Studentenstiftung. Der Bayerische Landtag zog erst 1949 in das Gebäude ein. Und er ist heute die Hauptattraktion.

Ilse Aigner im Landtagskeller. Dort wird aktuell die Haustechnik saniert.

Etwa 60 000 Menschen besuchen das Parlament pro Jahr. Seit Beginn der Pandemie ist Besuchergruppen der Zutritt verwehrt. Diese Regelung gilt mindestens noch bis Ende Mai. Bis Herbst 2023 wird sich die Lage aber hoffentlich entspannt haben.

Ab dann nämlich soll der neue Besuchereingang samt Foyer fertig sein. Dort wird es Sitzgelegenheiten, Garderoben und Schließfächer geben. Neben Infomaterial und der Projektionswand steht den Gästen ein kleiner Laden zur Verfügung.

Das Foyer soll demokratische Offenheit symbolisieren und zugleich moderne Sicherheitstechnik erlauben. Torsonden, die alle Besucher zur Kontrolle passieren müssen, und Gepäckröntgenanlagen befinden sich am Eingang.

Die weiteren Umbauten dauern länger: Bis 2027 entsteht an der Südseite des Auffahrtsweges unter dem Turm ein Aufzug, der barrierefreien Zugang zum neuen Gästeeingang gewährt. Bislang war der Zutritt für Mobilitätseingeschränkte nur von der Ostfassade aus möglich.

Das Parlament bekommt einen Besuchereingang nebst neuem Foyer.

Zudem erhält das Auffahrtsrondell ein neues Antlitz: Der Brunnenhof in der Mitte soll wieder so gestaltet werden, wie es die Pläne des Architekten Friedrich Bürklein vorsahen. Die Gäste können die Wege dann mit nostalgischem Ausblick emporschreiten.

hil

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