Polizei sucht Zeugen

München: Schüsse auf Porsche-Fahrer ‒ Polizist feuert seine Waffe bei Verkehrskontrolle ab

Ein Polizist mit einer Waffe.
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Ein Polizist feuert seine Waffe bei einer Verkehrskontrolle in München ab. (Symbolbild)

Bei einer Verkehrskontrolle in München feuerte ein Polizist seine Waffe ab. Er traf mit den Schüssen einen auf ihn zufahrenden Porsche-Fahrer - der musste in Krankenhaus.

Bei einer Verkehrskontrolle eines Porsche in München hat ein Beamter der Polizei München von seiner Schusswaffe Gebrauch gemacht.

Wie das Polizeipräsidium mitteilt, wollte eine uniformierte Streife am Mittwoch, gegen 23.40 Uhr, das Auto in Bogenhausen für eine Kontrolle anhalte.

Nach Polizei-Angaben missachtete der Fahrer jedoch mehrfach die Aufforderung anzuhalten. Der Porsche versuchte sich der Kontrolle zu entziehen, indem er mit hoher Geschwindigkeit in Begleitung einer Beifahrerin wegfuhr.

Erst nach weiteren Anhalteversuchen seitens der Beamten hielt der Pkw auf der Autobahn A 94 im Bereich einer Ausfahrt.

Beim Versuch den Fahrer zu kontrollieren, fuhr dieser, ein 53-Jähriger mit Wohnsitz im Landkreis Ebersberg, wieder an, mit direkter Fahrtrichtung auf einen der beiden Polizisten

Wie es in der Polizei-Mitteilung heißt, gab der Beamte daraufhin mit seiner dienstlichen Schusswaffe mehrere Schüsse auf das Fahrzeug in Richtung des Fahrers ab, um diese unmittelbare und gegenwärtige Gefahr für sein Leben abzuwehren. Gleichzeitig lief der Polizist zur Seite, um nicht von dem anfahrenden Porsche überfahren zu werden.

Polizist feuert Waffe bei Verkehrskontrolle in München und trifft mit den Schüssen Porsche-Fahrer

Unmittelbar nach der Schussabgabe setzte der Fahrer zunächst seine Fahrt fort. Im Rahmen einer Fahndung, an der mehrere Streifen beteiligt waren, konnte der Pkw im angrenzenden Stadtgebiet in einer Straße parkend festgestellt werden.

Der Fahrer saß verletzt und bei Bewusstsein in dem Fahrzeug und wurde zur Behandlung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Er befindet sich außer Lebensgefahr.

Die Beifahrerin, eine 29-Jährige mit Wohnsitz in München, konnte kurz darauf in einer nahen Straße angetroffen werden. Sie war leicht verletzt und musste nicht ärztlich behandelt werden.

Das Kommissariat 13 des Polizeipräsidiums München hat die Ermittlungen wegen diverser Straftaten des 53-jährigen Tatverdächtigen u. a. wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Trunkenheit im Straßenverkehr und eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr aufgenommen.

Die Untersuchung zur Überprüfung der Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs wird unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft München I durch das Bayerische Landeskriminalamt geführt.

Zeugenaufruf der Polizei München

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 13, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Polizeipräsidium München/jh

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