Doch kein Schallschutz?

Giesinger Berg: Bürger wollen Mauer für Graffiti bauen – doch Finanzierung verzögert sich

Nach Entwurf des Giesinger Architekten Hans Martin Kieser möchte die BI „Mehr Platz zum Leben“ am Kolumbusplatz eine kreative Schallschutzmauer errichten.
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Nach Entwurf des Giesinger Architekten Hans Martin Kieser möchte die BI „Mehr Platz zum Leben“ am Kolumbusplatz eine kreative Schallschutzmauer errichten.
  • Sophia Oberhuber
    vonSophia Oberhuber
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Eine Bürgerinitiative will am Kolumbusplatz eine Schallschutzmauer errichten. Diese dient gleichzeitig als Kunstprojekt. Der BA zögert mit der Finanzierung.

An der ehemaligen Bushaltestelle 58 am Kolumbusplatz möchte die Bürgerinitiative (BI) „Mehr Platz zum Leben“ eine 1,8 Meter hohe und 25 Meter lange Schallschutzmauer errichten. Die „StauSchallWand“ soll Autolärm abschirmen und ein nachhaltiges Kunstprojekt darstellen. Knapp 29 000 Euro kostet das Vorhaben. Die BI braucht finanzielle Unterstützung durch den hiesigen BA. Doch dieser zieht nicht wirklich mit.

Die BI plant, die Mauer nach Entwurf des Architekten Hans Martin Kieser aus rangierten Autoteilen zu bauen. Eine Seite soll für Graffiti zur Verfügung stehen, die andere begrünt werden. „Neben einem Lärm- und Sichtschutz wäre es eine Kreativmeile für Künstler“, sagt BI-Sprecherin Melly Kieweg. Sie ist selbst BA-Mitglied (parteilos) und hat den Antrag initiiert.

Hier am Kolumbusplatz soll die Schallschutzmauer entstehen.

Schallschutzmauer am Kolumbusplatz: Platz für Grafitti

Nachdem der Antrag wegen fehlender Infos von der Dezember- in die Januarsitzung vertagt wurde, soll nun abschließend im Februar entschieden werden. „Wenn die Mittel bewilligt werden, könnten wir die Umsetzung gerade noch so schaffen. Ansonsten war das das Todesurteil für die Idee“, sagt Kieweg, die den Grünen im Gremium vorwirft, „einfach dagegen“ zu sein.

„Ein Antrag über knapp 30 000 Euro ist eines der größten Finanzvolumina, die jemals im Budgetausschuss waren“, erläutert Dietlind Alber, Fraktionssprecherin der Grünen. Deshalb habe man mehr Unterlagen gefordert.

Der Budgetausschuss empfiehlt einen Teilbetrag von 15 000 Euro und hatte einen Ortstermin mit den Nachbar-BAs organisiert. Da der Termin aber nur kurz vor der Januar-Sitzung des BA stattfinden konnte, wolle man „im Sinne einer guten nachbarschaftlichen Arbeit die Stellungnahmen der BAs 5 und 17 abwarten“, so Albers. Die finale Entscheidung steht damit weiter aus.

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