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Künstlergruppe „TeLa-2030“ provoziert mit neuem Wohnkonzept

Ihr Plan: Wohnen bei den Toten

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Die Künstler der Gruppe TeLa-2030 (von links): Josephine Eberhardt, Tommy Schmidt, Angela Sauermann und Edward Beierle.

Obergiesing – Pietätlos oder genial? Die TeLa-2030-Gruppe hat eine etwas unkonventionelle Lösung für Wohnungsnot in der Stadt ausgearbeitet: Häuser über Gräbern

In diesem Modell sind die Gräber auf dem Dach.

Für Künstler Tommy Schmidt steht eines fest: „Die Leute sagen immer, es muss sich was ändern – aber nicht bei uns.“ Deswegen will die Gruppe „TeLa-2030“ mit originellen Ideen provozieren und eine Diskussion in Gang bringen. Aktuell mit der Idee, Friedhöfe für Wohnungen zu nutzen.

Zum Projekt „Wohnen am Ostfriedhof“ haben die Künstler und Aktivisten mit den Pfarrern Giesings und etlichen Bürgern gesprochen. Die Resonanz: „Sehr gemischt“, sagt Schmidt. 

Viele fanden es erst pietätlos, haben aber ihre Meinung geändert

Doch ihr Ziel haben die Künstler erreicht: „Die Menschen haben angefangen, darüber nachzudenken. Viele fanden die Idee zunächst pietätlos, haben dann aber ihre Meinung geändert.“ Eine ältere Frau habe sogar gesagt, sie fände es toll – ihr Sohn ist auf dem Ostfriedhof begraben, so hätte sie ihn näher bei sich. Außerdem, so die Künstler, sei nahezu ganz München auf einem Friedhof gebaut – nicht zuletzt die Ichoschule steht etwa auf Gräbern.

Das Architekturbüro „Pool Leber Arch“ bot den Künstlern an, ein Modell aus ihren Konzepten zu erarbeiten.

Wie ein Leben auf dem Friedhof aussehen könnte, dazu wurden sieben verschiedene Konzepte erarbeitet – von Gräbern auf dem Dach, bis zu Gräbern in der Fassade oder im Untergeschoss. Weil die TeLa2030-Künstler sich auch bei Architekten erkundigten, was denkbar wäre, knüpften sie Kontakte – und das Architekturbüro „Pool Leber Arch“ bot schließlich an, ein Modell zu bauen.

Den Künstlern ist eines besonders wichtig: „Wir machen keine Satire, sondern liefern ernst gemeinte Ideen“, sagt Schmidt. Aber mehr auch nicht – das heißt, um eine konkrete Umsetzung oder Planung machen sie sich keine Gedanken.

Hanni Kinadeter

Was die Bürger noch zu ihren Denkanstößen beigetragen haben und wie die Architekten sich Wohnen auf dem Friedhof vorstellen können – das zeigt die Gruppe am Mittwoch, 20. Februar, um 19 Uhr im Stadtteilladen Giesing, Tegernseer Landstraße 113.

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