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Rechte Parteien raus aus dem Münchner Südosten? ‒ BA und Fachinformationsstelle berichten

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Von: Katrin Hildebrand

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Der ehemalige Hohenschwangauer Hof war bis vor Kurzem Treffpunkt rechter Parteien.
Der ehemalige Hohenschwangauer Hof war bis vor Kurzem Treffpunkt rechter Parteien. © Katrin Hildebrand

Wie der BA Obergiesing-Fasangarten berichtet trafen sich NPD und AfD im Stadtbezirk, sind dort und im Landkreis aktiv – Doch nun deutet sich eine Wende an...

Obergiesing/Fasangarten - Der Münchner Osten – eine Hochburg Rechtsextremer? Mehrfach hat es Aktionen von Coronaleugnern und Verschwörungstheoretikern gegeben. Bei der jüngsten Sitzung des BA Obergiesing-Fasangarten kamen nun auch regelmäßige Treffen der AfD im Viertel zur Sprache. Und: Auch die NPD ist Anfang April dort zusammengekommen. Das könnte nun vorbei sein.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

BA Obergiesing-Fasangarten berichtet: AfD und NPD trafen sich im Stadtbezirk

Eine Rolle in der Szene spielt der einstige „Hohenschwangauer Hof“, ein Wirtshaus. „Die AfD hat sich dort jahrelang getroffen“, erklärt ein Sprecher der „Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München“ (FIRM) gegenüber Hallo. Die FIRM dokumentiert Aktivitäten der rechten Szene. Ihren Infos zufolge fanden AfD-Zusammenkünfte bereits unter früherer Leitung statt. Auch unter der neuen Pächterin, Raffaella de Lio, kam die Partei ins Haus.

So ist erwiesen, dass ihr der Kreisverband München-Süd zu Beginn der Pandemie 2020 eine Spende überreichte. Gegenüber Hallo gab de Lio nun bekannt, dass sie mit der AfD nichts zu tun haben wolle. „Die waren teilweise bei mir, aber das war ein Fehler. Ich habe den AfD-Menschen Hausverbote erteilt.“

Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München: Dokumentation von Aktivitäten der Rechten Szene

Dokumentiert ist auch ein Treffen der NPD: Laut FIRM nahmen im April rund zehn Personen daran teil. Die Wirtin sagt: „Die NPD hat versucht mich zu täuschen. Als ich erfahren habe, wer die sind, habe ich die sofort rausgeschmissen.“ Sie teile deren Weltbild nicht.

Offenbar hat sich der AfD-Kreisverband München-Süd nach dem Giesinger Zerwürfnis für sein Mai-Treffen einen neuen Ort im Südosten gesucht: das „Gioca e Gusta“, Gaststätte und Vereinsheim des TSV Unterhaching. TSV-Präsident Knut Nikolaus wusste nichts davon. Als Hallo ihm davon berichtete, reagierte er bestürzt: Der TSV distanziere sich klar von Parteien wie AfD und NPD. „Ich habe mich mit der Pächterin verständigt“, sagt Nikolaus. Vereinsheim und Restaurant stünden fortan nicht mehr für parteipolitische Veranstaltungen zur Verfügung. Die AfD im BA reagierte bisher nicht auf eine Hallo-Anfrage.

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