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Für die Inklusion: Oberföhringer Phönix-Schule sucht neue Partnerklasse in München

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Von: Katrin Hildebrand

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Tagesstätten-Leiterin Daniela Fülle und Schülerin Emmi hoffen, eine neue Partnerschule zu finden.
Tagesstätten-Leiterin Daniela Fülle und Schülerin Emmi hoffen, eine neue Partnerschule zu finden. © Katrin Hildebrand

Die Phoenix-Schule in Oberföhring für Kinder mit und ohne Behinderung sucht dringend eine neue Partnerklasse in München – am besten ganz in der Nähe.

Oberföhring - Die Sommerferien stehen vor der Tür. Und damit ein trauriger Abschied: Fast zehn Jahre lang unterhielt die Oberföhringer Phoenix-Schule, eine integrative Einrichtung für Kinder mit Körper- und Mehrfachbehinderung, eine Partnerschaft mit der Grundschule an der Regina-Ull­mann-Straße in Johanneskirchen.

Das ist nun vorbei – weil die Ullmann-Schule wegen der großen Menge an regulären Sprengelschülern keinen Platz mehr hat. Daher sucht die „Phoenix“ nun dringend nach einem neuen Partner in der Nähe. Ob Grund- oder Mittelschule ist egal – Hauptsache, Lehrer und Schüler haben Lust auf Inklusion und Integration.

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Integrative Phönix-Schule Oberföhring: Suche nach neuer Partnerklasse in München

„Wir haben uns bereits mit unserem Anliegen ans Kultusministerium gewandt“, erklärt Daniela Fülle, Leiterin der Heilpädagogische Tagesstätte an der Phoenix-Schule. Das hat der Einrichtung zwar einen Grundschul-Partner in Pasing vermittelt. Wegen der Entfernung sucht sie jedoch dringend noch eine Klasse in der Nähe für engere Zusammenarbeit. Das Partnermodell funktioniert nämlich so: „Unsere Teilnehmer-Kinder verbringen die meiste Zeit in der Partnerschule und lernen dort in einer speziellen Partnerklasse, aber mit unseren Lehrern“, sagt Fülle.

Je nach Unterrichtsfach stoßen in dieser Klasse immer wieder Zöglinge der Regelschule zu den ,Phoenix‘-Kids. Dann lernen sie gemeinsam. Der Austausch zwischen beiden Einrichtungen funktioniert aber auch umgekehrt. „Manche Phoe­nix-Kinder sind in der regulären Grundschul-Klasse der Partner in bestimmten Stunden mitgelaufen“, sagt Fülle. Je nachdem, welches Fach ihnen eben liegt beziehungsweise lag.

Partnerschaft mit der Phönix-Schule: Projekt bereichert Schulen auf beiden Seiten

„Oft haben wir zusammen Musik oder Sport gehabt“, berichtet die neunjährige Emmi. Sie war vergangenes Jahr in der Partnerklasse und würde jederzeit wieder bei dem Projekt mitmachen. „Wir haben viel gespielt. Und die Part­nerkinder haben mir geholfen, wenn mir etwas runterfiel.“ Wegen einer körperlicher Einschränkung läuft Emmi mit einem Rollator. Einfach mal so hinunterbeugen, fällt ihr nicht so leicht. Einige ihrer hilfsbereiten Partnerkinder zählt sie jetzt noch zu ihren Freunden.

Norbert Rinck, Rektor der Ull­mann-Schule, bedauert das Ende der Partnerschaft sehr: „Die Bereicherung war für beide Seiten evident.“ So hätten sich die Phoenix-Schüler als Teil der großen Schulgemeinschaft einer Regelschule erlebt statt sich isoliert oder gar „abgeschottet“ zu fühlen. Umgekehrt hätten die Ull­mann-Schüler einen ungezwungenen Umgang mit Kindern mit Handicap entwickeln und pflegen können.

Prinzip „Phönix“

Die Schule liegt an der Oberföhringer Straße 150, Träger ist die Pfennigparade. Die Mehrheit der Plätze ist für Kinder mit spezifischem Förderbedarf, einige Plätze auch für Kinder ohne Behinderung vorgesehen. Unterrichtet wird unter anderen nach den Lehrplänen der bayerischen Grund- und Mittelschulen.

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