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Zu Wiesn-Start: Giesings „Poesieboten“ feiern die Breze mit Ausstellung – kreative Kinder gesucht

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Von: Katrin Hildebrand

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Katharina Schweissguth wird ihre Breze an der Bahnhofsfassade aufhängen.
Katharina Schweissguth wird ihre Breze an der Bahnhofsfassade aufhängen. © Poesieboten

Eines der beliebtesten Gebäckstücke soll nun geehrt werden: Die Breze wird in Obergiesing eine eigene Ausstellung erhalten - als Kunstwerk in allen Farben und Formen.

OBERGIESING Es gibt sie labbrig oder resch, mit viel und mit wenig Salz – und nun sogar als Ausstellungsstück. Die Schau „Veschlungen: Brezlkunst“ eröffnet am Samstag, 17. September, im Kulturzentrum Giesinger Bahnhof und zeigt bis zum Ende der Wiesn kreative Werke zum bayerischen Nationalgebäck bei freiem Eintritt. Selbst am Eröffnungstag können Interessierte ihre Arbeiten noch vor Ort einreichen. Vor allem Kinderkunst wird händeringend gesucht.

„Leider haben wir unseren Aufruf, sich an der Schau zu beteiligen, erst zu Ferienbeginn verschickt“, klagt Katharina Schweissguth vom Giesinger Verein „Poesieboten“, der die Ausstellung organisiert. „Da war es zu spät noch an die Schulen zu schreiben und diese zum Mitmachen einzuladen.“ Daher können kunstsinnige Kinder ihre Brezel-Werke auch noch ganz spontan vorbeibringen. „Brezen und Kinder, das gehört zusammen. Bei uns wachsen ja schon die Babys mit dem Gebäck auf“, lacht die Initiatorin.

Kunstausstellung „Verschlungen: Brezlkunst“: Besucher können Brezen als Kunstwerke begutachten

Während der ganzen Wiesnzeit werden über 30 Brezen-Werke die alte Gepäckhalle sowie Gänge und Fenster des Kulturzentrums zieren: Gemälde, Zeichnungen, Basteleien, Skulpturen, Fotos und und und. Mitmachen wird auch die Münchner Künstlerin Chris Bleicher, die für ihre Neon-Arbeiten bekannt ist. Sie steuert das Bild einer Breze vor blauem Hintergrund bei.

Außerdem erwarten die Besucher Linol­drucke, Stempelkunst sowie zahlreiche skurrile Ideen. Ein Münchner etwa hat ein Brezenfoto eingereicht: „Der Teig an der dicken Seite des Gebäcks ist aufgerissen“, erklärt Schweissguth. Mit ein bisschen Fantasie sehe das Ganze aus wie ein grantiger Mund, erklärt sie. „Eine andere Person hat aus einem Abflussrohr eine Breze gefaltet.“

Natürlich wird auch die Ausstellungs-Kuratorin selbst ein Werk beisteuern: eine Riesen­breze aus Gips und Papierkleister. Diese soll während der Laufzeit die Fassade des Bahnhofsgebäudes schmücken, kunstvoll verziert mit weißen Kügelchen, die Salzkörner darstellen. „Für mich gehört Salz zur Breze dazu“, meint Schweissguth. „Ich mache es nie ab.“ Sie selbst mag die Brezen übrigens sowohl labbrig als auch resch: „Die Ärmchen sollen knusprig sein, der untere dicke Teil dafür weich.“

Brezn-Ausstellung

Die Schau am Giesinger Bahnhofplatz 1 geht von Samstag, 17. September, bis Montag, 3. Oktober. Geöffnet ist werktags von 10 bis 16 Uhr, am Wochenende und 3. Oktober von 11 bis 15 Uhr. Am Donnerstag, 29. September, ab 18 Uhr steigt vor Ort ein Mundart-Poesie-Wettbewerb zum Thema.

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