Sichtbarer Fortschritt

Grundstein für das neue Harlachinger Krankenhaus gelegt: wie der aktuelle Stand ist

In dieser Fotomontage ist der geplante Neubau vorne zu sehen, dahinter das langgezogene jetzige Haupthaus.
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In dieser Fotomontage ist der geplante Neubau vorne zu sehen, dahinter das langgezogene jetzige Haupthaus.
  • VonKatrin Hildebrand
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Bis 2024 soll er fertig sein. Der Neubau des Klinikums Harlaching wird weniger Fläche beanspruchen, dafür aber besondere Schwerpunkte bieten. Welche Spezialabteilungen das Krankenhaus erhalten soll, was mit dem jetzigen Haupthaus passiert.

Harlaching - Das Baufeld ist freigelegt, die Grube ausgehoben, das Kellerfundament allmählich sichtbar. Mit der Grundsteinlegung in dieser Woche kann nun endlich auch bald der Hochbau des neuen Klinikgebäudes beginnen.

Axel Fischer, vorsitzender Geschäftsführer der München Klinik GmbH, zu der auch das Harlachinger Krankenhaus gehört, ist zufrieden: „Die Pandemie diktierte nicht nur den Betrieb auf unseren Intensivstationen. Sie hat alle Prozesse in unserer Klinik verändert – natürlich auch auf dieser Großbaustelle.

Trotzdem sind wir hier in Harlaching weiterhin im Zeitplan.“ So rechnet die kommunale Tochtergesellschaft damit, den kompletten Umbau 2024 abschließen zu können.

Grundstein für die neue München Klinik Harlaching ist gelegt

Außenperspektive der neuen München Klinik Harlaching.
Außenperspektive der neuen München Klinik Harlaching.  © Hild und K
Visualisierungen des Neubaus.
Visualisierungen des Neubaus.  © Grafiken: HDR Germany/München Klinik
Visualisierung Foyer des Neubaus.
Visualisierung Foyer des Neubaus.  © HDR Germany
Visualisierung eines Patientenzimmers im Neubau.
Visualisierung eines Patientenzimmers im Neubau.  © HDR Germany
Visualisierung Foyer des Neubaus.
Visualisierung Foyer des Neubaus.  © HDR Germany
Grußwort Dr. Axel Fischer, Vorsitzender Geschäftsführer der München Klinik GmbH.
Grußwort Dr. Axel Fischer, Vorsitzender Geschäftsführer der München Klinik GmbH. © München Klinik.
Grundsteinlegung des Harlachinger Krankenhauses.
Grundsteinlegung des Harlachinger Krankenhauses. © München Klinik
Grundsteinlegung Harlachinger Krankenhaus
Von links nach rechts: Susanne Diefenthal (Personalgeschäftsführerin und Arbeitsdirektorin München Klinik), Sabrina Weigel (Stationsleitung Kinderintensivstation), Gertrude Pein (Stationsleitung chirurgische Intensivstation), Prof. Marcus Krüger (Chefarzt Neonatologie und kommiss. Chefarzt Kinderklinik), OB Dieter Reiter, Staatsminister Holetschek, Dr. Mia Kim (Chefärztin Allgemein- und Viszeralchirurgie), Dr. Axel Fischer (Vorsitzender der Geschäftsführung München Klinik) und Dr. Florian Demetz (Chefarzt Notfallzentrum).  © München Klinik.
Baumodell der neuen München Klinik Harlaching.
Baumodell der neuen München Klinik Harlaching.  © München Klinik

Dort, wo sich bis 2020 die Kinderklinik befand, entsteht der Neubau des Hospitals, in dem eines Tages alle Bereiche unterkommen sollen. Während die Kinderabteilung vorübergehend in ehemalige Verwaltungsräume des Haupthauses gezogen ist, soll südlich davon eine hochmoderne sechsstöckige Klinik mit Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach gebaut werden.

Das Krankenhaus wird mit 550 etwa 200 Betten weniger als aktuell bieten, doch sei diese Zahl, so eine Kliniksprecherin auf Hallo-Anfrage, „vergleichbar mit den bereits heute betreibbaren Betten“: In Zukunft gebe es dafür mehr Ein-Bett-Zimmer. Hinzu kämen außerdem tagesklinische Angebote und kürzere Verweildauern in der Klinik.

Im Unterschied zum langgezogenen Haupthaus von 1965 weist der Neubau eine eher quadratische Form auf. Sobald er steht, wird das Langgebäude abgerissen. Auf der dadurch frei werdenden Fläche sind Grünanlagen geplant. Der ganze Umbau soll etwa 255 Millionen Euro kosten.

Grußwort Dr. Axel Fischer, Vorsitzender Geschäftsführer der München Klinik GmbH.

Doch nicht nur architektonisch, auch medizinisch soll sich einiges ändern – etwa im Bereich Geburtshilfe. Aktuell gibt es vier Kreißsäle, ab 2024 sollen es sieben sein.

Dadurch wäre Harlaching theoretisch imstande, 4000 statt wie bisher nur 3500 Kinder im Jahr zu entbinden. Tatsächlich kamen in jüngster Zeit durchschnittlich deutlich weniger dort zur Welt – es waren 2000 Kinder pro Jahr.

Für diese neue, größere Geburtsabteilung sei jedoch „eine vollständige Integration der deutlich kleineren Geburtsmedizin aus dem Standort Neuperlach“ nötig, so die Sprecherin. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Neuperlach, auch Teil der München Klinik, als Entbindungsstation aufgegeben würde. Auch die dort ansässige operative Gynäkologie soll nach Harlaching ziehen.

Im 2024 fertigen Neubau wird es weitere Schwerpunkte geben, darunter Schlaganfallversorgung sowie Kinder-, Trauma- und Altersmedizin.

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