Verfahrenes Verfahren: Debatte um Kulturhaus-Umbau geht in die nächste Runde

Gasteig: Ist die Sanierung Kosten und Mühe wert?

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Soll Deutschlands größtes Kulturhaus, der Gasteig, von außen doch so bleiben wie er 1985 gebaut wurde?

Haidhausen – Hat diese Zerreißprobe ihren Sinn? Nach dem kürzlichen Vergabedesaster und dem Urheberrechtsstreit, bringt die SPD eine kleinere Sanierungsvariante für den Gasteig ins Spiel

450 Millionen Euro war der Stadtrat 2017 bereit, für eine Generalsanierung des Gasteigs zu zahlen. Eine Bereitschaft, die nach ungeklärten Urheberrechtsfragen und einem von der Regierung von Oberbayern als unwirksam erklärten Vergabeverfahren zu schwinden scheint (Hallo berichtete). 

„Wir denken darüber nach, ob es nicht schlauer ist, zur Bestands- und Akustiksanierung zurückzukehren“, äußerte SPD-Stadträtin Julia Schönfeld-Knorr, die auch im Gasteig-Aufsichtsrat sitzt, gegenüber der tz. Ohne Fassaden-Umgestaltung würde man auch die Urheberrechts-Debatte umgehen (Hallo berichtete).

„Wenn die SPD im Aufsichtsrat dazu Informationen haben will, werden wir die liefern“, erklärte Michael Amtmann, Sprecher der Gasteig-GmbH, die eine 100-prozentige Tochter der Stadt München ist. 

Der Aufsichtsrat, dessen Vorsitzender der zweite Bürgermeister Manuel Pretzl (CSU) ist, tage laut Amtmann am Mittwoch, 20. Februar, erneut, nachdem die zuletzt einberufene Sondersitzung, wie man weiter vorgehen wolle, kein Ergebnis gebracht hatte. Pretzl selbst wollte sich nicht dazu äußern, ob die CSU an dem verfahrenen Verfahren festhalten will.

Das musste jetzt auf den Stand nach Beendigung des Architektenwettbewerbs zurückversetzt werden. Das heißt, die neun Mitglieder müssten beschließen, mit den drei ursprünglichen gleichberechtigten Gewinner ein neues Vergabeverfahren einzuleiten. Oder eben doch kleinere Varianten in Erwägung ziehen.

Maren Kowitz

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