Orleansplatz soll grüner werden

Weniger grau und mehr grün am Orleansplatz - Münchner Bürger wollen Haidhausen verschönern

Eine Baustelle und viel Schotter prägen den Orleansplatz. Maximilian Seidel (l.) und Christian Horn möchten das ändern.
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Eine Baustelle und viel Schotter prägen den Orleansplatz. Maximilian Seidel (l.) und Christian Horn möchten das ändern.
  • VonKatrin Hildebrand
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Der Orleansplatz als Schandfleck von Haidhausen? Jetzt steht fest: er soll grüner werden. BA und Baureferat unterstützen die Forderung, stehen aber vor Hürden.

Haidhausen - Rund um den Ostbahnhof ist es grau. Die Gebäude, die Straßen und vor allem das Halbrund in Richtung Haidhausen: der Orleansplatz. Schon lange will der Bezirksausschuss die Fläche verbessern. Es gab sogar einen Workshop zum Thema. Passiert ist nichts. Nun haben zwei Nachbarn beim Viertelgremium einen neuen Antrag eingereicht. Und sogar das Baureferat will den Schandfleck verschönern. Was möglich ist und was nicht, ist aber noch unklar.

„Unort“ und „Schotterwüste“ - Bürger in Haidhausen finden klare Worte für Orleansplatz

Maximilian Seidel und Christian Horn kennen den Ort bestens: „Wir schauen jeden Tag von unseren Arbeitsplätzen darauf hinab.“ Seidel ist Geschäftsführer des Hotels „Stadt Rosenheim“ an der Ostseite, Horn gehört das Haus im Nordwesten mit dem „Kaufring“. „Die Bürger haben den Platz nie angenommen“, sagt Seidel. „Ein Unort, auf dem sich Tauben tummeln. Im Sommer heizt er sich zudem stark auf, weil er eine Schotterwüste ist.“ Einzige Attraktion sei der Brunnen, so Horn: „Dort halten sich oft die Schüler der Berufsschule auf.“ Doch auch der sieht derzeit wegen Bauarbeiten unschön aus.

Seidel und Horn wünschen sich in ihrem Antrag eine Begrünung der Schottersegmente. Vorbild soll der Bordeauxplatz sein. Zudem könnten sich die beiden ein Café an der Achse zum Ostbahnhof hin gut vorstellen. „Haidhausen hat so viele schöne Freiflächen“, sagt Horn. „Sogar der Pariser Platz wurde aufgepeppt. Warum nicht auch dieser hier?“

Orleansplatz in München: Workshop vor zehn Jahren habe zu keinen Ergebnissen geführt

Beim Workshop 2011 wurde ein zentraler Zugang von Platz und Busbahnhof zum Ostbahnhof gefordert – sowie eine Begrünung der Schotterfläche. „Wegen der Nutzung durch die Märkte hätten wir natürlich nicht alles begrünen dürfen“, erklärt SPD-Fraktionssprecherin Nina Reitz, die damals dabei war. Das gilt auch heute. Noch immer finden Märkte statt, wobei Nikolai Haeusgen (CSU), Denkmalschutzbeauftragter des BA, betont, dass dem Gremium die Märkte „nicht primär wichtig seien“.

Mögliche neue Tramlinie nach Ramersdorf ist Hürde für grüneren Orleansplatz

Weiterer Unsicherheitsfaktor für die Umgestaltung ist für den Bezirksausschuss die Frage, inwieweit am Platz eine Tramwendeschleife für eine neue Linie nach Ramersdorf entstehen könnte. Die SWM gaben auf Hallo-Anfrage jedoch an, dass ihnen ein solches Projekt unbekannt sei. Zudem unterliegt das Halbrund dem Urheberrecht jener Architekturbüros, die 1985 den Wettbewerb zur Platzgestaltung gewonnen haben. Seidel: „So groß ist deren künstlerische Leistung auch nicht. Alte Bilder zeigen, dass der Platz schon immer so ähnlich aussah.“

Das Baureferat will nun immerhin Kiesflächen erneuern sowie Bäume nachpflanzen. Der BA hat dem zugestimmt, fordert aber die Stadt auf, den Antrag von Seidel und Horn sowie die Workshop-Ergebnisse dabei zu berücksichtigen.

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