Nachdem die Vergabe für ungültig erklärt wurde, muss sie wiederholt werden

Gasteig: Die Zerreißprobe geht in die nächste Runde

Der Entwurf des Architekturbüros Henn ist im Oktober zum Siegerentwurf gekürt worden.
1 von 3
Der Entwurf des Architekturbüros Henn ist im Oktober zum Siegerentwurf gekürt worden.
Der Entwurf des Architekturbüros Auer und Weber ist erneut im Rennen.
2 von 3
Der Entwurf des Architekturbüros Auer und Weber ist erneut im Rennen.
Auch das Büro Wulf hat erneut eine Chance auf den Auftrag.
3 von 3
Auch das Büro Wulf hat erneut eine Chance auf den Auftrag.

Haidhausen – Nach einem langwierigen Prozess ist die Entscheidung über den Siegerentwurf des Gasteig endlich gefallen – allerdings offenbar zu Unrecht...

Im Oktober war das Architekturbüro Henn zum Sieger im Wettbewerb um die Gasteig-Sanierung gekürt worden – allerdings offenbar zu unrecht: Weil im Vergabeverfahren mehrere Fehler unterlaufen sind, muss es wiederholt werden. Das ergab eine Prüfung der Vergabekammer, die auf Rügen der beiden Architekturbüros, die sich im Finale nicht durchsetzen konnten, reagiert hatte. 

Binnen der nächsten vier Monate soll noch einmal zwischen den drei Kandidaten entschieden werden. Gasteig-Chef Max Wagner zeigte sich darüber überrascht, da „ein großes Aufgebot“ alles intensiv geprüft habe. Bis 2025 soll der Kulturtempel saniert sein – daran soll sich auch jetzt nichts ändern. 

Hanni Kinadeter

Weitere Artikel zum Thema:

  • Im Mai letzten Jahres wurden „im Rahmen eines internationalen Architektenwettbewerbs drei Entwürfe zur Generalsanierung des Gasteig prämiert“, so Michael Amtmann, Pressesprecher des Kulturzentrums (Hallo berichtete).
  • Noch bevor das gekürte Siegerprojekt im vergangenen Oktober vorgestellt werden regte sich Unmut in der SPD-Stadtratsfraktion. Diese wollte Klarheit über einen möglichen Einspruch seitens des Architekten des bestehenden Gebäudes, Eike Rollenhagen. Dieser könne wegen geltendem Urheberrecht gegen eine Sanierung vorgehen, so die Argumentation (Hallo berichtete).
  • Als wären diese Hürden nicht schon genug, regte sich plötzlich auch noch Widerstand vonseiten einiger Bürger: „Der Gasteig ist ein funktionsfähiges Gebäude. Ich verstehe nicht, warum man diese Bausubstanz sinnlos vernichten will“, beschwerte sich Karl Hofmann, Mitbegründer der Initiative Münchner Architektur und Kultur (AKU) (Hallo berichtete).

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Neue München-Doku: Vom Baden im Bach zum WC im Wohnzimmer
Neue München-Doku: Vom Baden im Bach zum WC im Wohnzimmer
Maximilianeum: Zu Besuch in Bayerns prunkvollstem Studentenwohnheim
Maximilianeum: Zu Besuch in Bayerns prunkvollstem Studentenwohnheim

Kommentare