Eine Reise durch drei Giesings

Grünspitz in Giesing: Zeitreise in alter Telefonzelle - was die Kapsel kann

Miriam Woreks Zeitkapsel wurde gemeinsam mit dem Münchner Künstler Philipp Engelhardt und dem Giesinger Techniker Matthias Steinberger für den Grünspitz entwickelt.
+
Miriam Woreks Zeitkapsel wurde gemeinsam mit dem Münchner Künstler Philipp Engelhardt und dem Giesinger Techniker Matthias Steinberger für den Grünspitz entwickelt.
  • VonKatrin Hildebrand
    schließen

Kunstpädagogin Miriam Worek hat eine Zeitkapsel kreiert. Diese steht bis zum Herbst am Grünspitz in Giesing. Was es mit dem Projekt auf sich hat...

Obergiesing - Eine alte gelbe Telefonzelle entführt die Menschen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie steht an der Ostecke des Giesinger Grünspitz’ und bietet Platz für ein bis zwei Personen, je nach Haushaltsstand und Inzidenz. Man kann sich darin sogar auf einen Stuhl setzen.

In der Zelle, quasi dort, wo einst das Telefon hing, laufen Videos und Audiobeiträge über Giesing, von der Doku übers Uhrmacherhäusl bis zu Schüler-Podcasts. Aktuell dreht sich alles um die Vergangenheit des Stadtviertels. Am Montag, 12. Juli, startet die Gegenwart, und ab Montag, 23. August, wagt die Zeitkapsel dann einen Blick in die Zukunft.

Hinter der Installation steckt Miriam Worek, Wahl-Giesingerin, Soziologin und Kunstpädagogin. „Es ist ein Herzensprojekt“, sagt sie. „Seit 2020 habe ich recherchiert, was es bereits an Material gibt, dann habe ich Kooperationspartner gesucht wie etwa die Stadtbibliothek.“

Für die Soziologin und Kunstpädagogin Miriam Worek ist die Zeitkapsel „ein Herzensprojekt“.

Einige Projekte laufen noch. Auch das mit der Giesinger Bücherei. Kinder können bis Ende Juni ihre Bibliothek der Zukunft malen oder eine Geschichte dazu schreiben. Ihre Werke landen im August in der Zukunfts-Zeitkapsel.

Auf die Idee einer geschichtsträchtigen Telefonzelle kam die 28-Jährige, weil eine andere Telefonbox südlich des Grünspitz’ beim „Ois Giasing“-Festival 2019 für Ähnliches verwendet worden war: „Das kam super an. Ein Besucher wollte damals gar nicht mehr raus.“

Woreks 280 Kilo schweres Installationsobjekt stammt übrigens aus einem Kuhstall. In ihm wurden Milchpumpen verstaut. Derzeit ist es täglich von sieben bis etwa 23 Uhr geöffnet.

Auch interessant:

Meistgelesen

Filialsterben in München geht weiter: Nächste Postbank macht dicht
München Südost
Filialsterben in München geht weiter: Nächste Postbank macht dicht
Filialsterben in München geht weiter: Nächste Postbank macht dicht
Nach tragischem Ende des Uhrmacherhäusls: Droht auch diesem Denkmal der Abriss?
München Südost
Nach tragischem Ende des Uhrmacherhäusls: Droht auch diesem Denkmal der Abriss?
Nach tragischem Ende des Uhrmacherhäusls: Droht auch diesem Denkmal der Abriss?
Ihn hat niemand vermisst: Skelettierter Rentner in Wohnung entdeckt
München Südost
Ihn hat niemand vermisst: Skelettierter Rentner in Wohnung entdeckt
Ihn hat niemand vermisst: Skelettierter Rentner in Wohnung entdeckt
Marienhof-Star im Theater Hoch X: „Persönlicher geht’s nicht“
München Südost
Marienhof-Star im Theater Hoch X: „Persönlicher geht’s nicht“
Marienhof-Star im Theater Hoch X: „Persönlicher geht’s nicht“

Kommentare