Umhüllung eines Denkmals

Wut über „Zensur“ - Künstler und Kriegerdenkmal-Kritiker rechnen mit Münchner Kulturreferat ab  

Kriegerdenkmal in Giesing: Auf einem Relief knien Soldaten vor Jesus. Dies wollen Künstler und eine Initiative auf kreative Weise kritisieren.
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Kriegerdenkmal in Giesing: Auf einem Relief knien Soldaten vor Jesus. Dies wollen Künstler und eine Initiative auf kreative Weise kritisieren.

Ein Künstler wendete sich nun in einem Brief an das Kulturreferat. Er wollte mit einer Giesinger Initiative ein Kriegerdenkmal auf kreative Weise kritisieren. Dies wurde jedoch abgelehnt.

Obergiesing - Wolfram P. Kastner macht seinem Ärger Luft – in einem Brief an Kulturreferent Anton Biebl.

Der Künstler und eine Giesinger Initiative wollen das Denkmal für Gefallene des Ersten Weltkriegs an der Heilig-Kreuz-Kirche umhüllen und so auf kreative Weise kritisieren.

Das Kulturreferat aber will das Projekt nicht fördern. An Referent Biebl schreibt Kastner nun: „Verstehen Sie das Kulturreferat als Instanz, die berufen ist, Zensuren zu verteilen und amtlich zu definieren, was Kunst sei und was nicht?“

Künstler Wolfram P. Kastner und die Initiative wollen das Denkmal mit kriegskritischen Inschriften umhüllen.

Der Künstler und die Initiative kritisieren die Verherrlichung des Ersten Weltkriegs und des Militarismus im deutschen Kaiserreich. Auf dem Mahnmal vor der Kirche steht: „Für dein Vaterland liessen sie ihr Leben. Sie starben für dich.“ Auf einem Relief knien Soldaten vor Jesus.

Ein Budgetantrag über 5000 Euro zur Finanzierung der Hülle mit kriegskritischen Inschriften ging auch an den BA. Dieser ist noch offen.

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