Neues Graffiti in Giesing

Giesings neue Wahrzeichen? Das schlagen die Bürger für Wandbemalung vor

Es soll ein neues Graffiti in Giesing enstehen. Dafür durften die Bürger Vorschläge abgeben, was auf die Wand kommen soll. Das sind die meist genannten Wahrzeichen Giesings..

  • An der Silberhornstraße soll eine neue Wandbemalung entstehen.
  • Bürger durften Vorschläge für die Motive abgeben.
  • Das wollen die Giesinger auf der Wand sehen.

Obergiesing – Der bayerische Herkules, die magische Mauerraute und das Huhn auf dem Balkon – sind das die neuen Wahrzeichen Giesings? 

Wenn es nach den Viertelbewohnern geht, offenbar schon: Sie haben diese Motive vorgeschlagen für die Wandbemalung in der Silberhornstraße 6. Dort hatte Künstler Frank Cmuchal schon 2005 ein riesiges Graffiti übers Viertel gemalt – doch das ist nun so vergilbt, dass es erneuert wird. 

Der Verein Real und die Soziale Stadt Giesing hatten dazu aufgerufen, Ideen einzureichen. Mehr als 40 Vorschläge haben die Giesinger gemacht, darunter Klassiker wie die Heilig-Kreuz-Kirche oder die Ulme im „Schau ma moi“-Biergarten. 

Die Ulme im „Schau ma moi“-Biergarten gehört auch zu den Wahrzeichen.

Originell: Muskelprotz und Gastronom Hans Steyrer – eine Giesinger Legende – wurde gleich mehrfach genannt. Steyrer galt als der stärkste Mann der Welt, allein mit Daumen und Zeigefinger konnte er Erzählungen zufolge ein 40-Liter-Bierfass heben, er war Metzger und Wirt in Obergiesing und „erfand“ den Einzug der Wiesn­wirte. 

Ihm, den schon zu seinen Lebzeiten alle „Giesings Stolz“ nannten, wollen die Giesinger nun ein Denkmal auf der Fassade setzen. 

Muskelprotz und Gastronom Hans Steyrer – eine Giesinger Legende – wurde gleich mehrfach genannt.

Kurios der Vorschlag eines Botanikers: Er möchte die Mauerraute, die offenbar überraschend oft im Viertel wächst, im Gemälde verewigen. 

Dass es sie inflationär oft im Viertel gibt, kann Ehrentraud Bayer, Sammlungsdirektorin im Botanischen Garten in Nymphenburg, nicht bestätigen. Einzige Erklärung: Wo altes Gemäuer abgerissen wird, verschwindet die Pflanze – in Giesing gibt es zumindest noch einiges altes Mauerwerk. 

Dem Kraut jedenfalls wurde einst magische Fähigkeit zugesprochen. Bauer fütterten ihr Vieh mit dem Gewächs, weil es vor dem „bösen Blick“ schützen sollte. Einig waren sich mehrere in diesem Punkt: 

„Die Leute wollen, dass gezeigt wird, wie multikulti Giesing ist“, sagt Tuncay Acar von Real. Und Thorsten Müller von der Sozialen Stadt Giesing ergänzt: „Ein grünes, urbanes Viertel mit Pflanzen und Tieren – das schlugen mehrere als Motiv vor.“ 

hki

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