LKW-Stau, Elterntaxis und Raser

Verkehrs-Chaos in der Amisiedlung: Bürger fordern die Stadt München zum Handeln auf

 Lkw-Stau in der Marklandstraße.
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Lkw-Stau in der Marklandstraße.
  • VonKatrin Hildebrand
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Auto-Raser, Lkw-Staus und Verkehr an der Europäischen Schule: In der Amisiedlung ärgern sich Bürger über die chaotische Verkehrslage. Eine Mutter schlägt nun Alarm. Die Stadt soll eingreifen.

Fasangarten - Zu Stoßzeiten ist das neue Zentrum am Bahnhof verstopft. Sobald es leerer wird, rasen Autos durch die Tempo-30-Zone im Viertel. Seit einigen Jahren leidet vor allem der Westteil der Siedlung am Perlacher Forst unter Verkehrsnöten.

Der Schulweg ist nicht mehr sicher. Eine Mutter schlägt nun Alarm – mit Unterstützung der Bürgerversammlung. „Das Problem hat durch den Bau der Europäischen Schule zugenommen“, sagt Anja Brückner. Sie wohnt nahe der S-Bahn-Station Fasangarten und bekommt den Stau täglich mit.

„Direkt neben der Schule liegt das neue Versorgungszentrum – mit Supermarkt, Bäcker, Kiosk und einem Hotel. Da kommt am Morgen alles zusammen.“ So reiht sich in der Marklandstraße um diese Uhrzeit Lkw an Lkw. Während ein Laster an der Rampe zum Zentrum entladen wird, müssen die anderen auf der Straße warten.

An der Kreuzung mit der Cincinnatistraße liegt zudem die Wendeschleife des MVG-Busses. Auch der braucht für sein Manöver viel Platz. „Der Stau geht teilweise bis vor zur Kreuzung Fasangartenstraße“, berichtet Brückner.

Anja Brückner ärgert sich über die Verkehrslage in ihrer Siedlung und schlägt jetzt Alarm.

In die Schlange reihen sich zudem zahlreiche Pkw: Eltern, die ihre Kinder in der Früh zur Europäischen Schule bringen. Das ärgert Brückner besonders. Denn direkt an der Schule liegen S-Bahn-Station und Busstopp – die Schüler könnten auch damit anreisen.

Brückners neunjährigen Tochter, die zu Fuß zur weiter nordwestlich gelegenen Grundschule muss, schlägt sich dagegen jeden Morgen mitten durchs Autochaos. „Es ist nicht leicht für die Kinder, die Marklandstraße in dieser Situation zu überqueren“, sagt Brückner.

Thomas Majer von der Bürgerinitiative Amisiedlung sieht die Lage ähnlich: „Als wir vor Jahren erfuhren, dass die Europäische Schule kommen soll, haben wir angeregt, sie von Norden aus zu erschließen, um den Verkehr aus der Siedlung herauszuhalten. Dazu hätte man die Herbert-Quandt-Straße mit der Lincolnstraße verbinden müssen. Das ist leider nicht passiert.“

Laut eines Vertreters des Mobilitätsreferats, der bei der Bürgerversammlung des Bezirks Obergiesing-Fasangarten Stellung nahm, werde die Lage rund um die Europäische Schule bereits beobachtet und untersucht.

Durch die Europäische Schule hat sich der Verkehr in der Amisiedlung erhöht.

Anja Brückner hat nun mit Zustimmung der Bürgerversammlung beantragt, das Verkehrschaos einzudämmen sowie Maßnahmen – etwa Verengungen der Fahrbahn – zu ergreifen, um Autofahrer auch innerhalb der 30er-Zone auf das Tempolimit aufmerksam zu machen. „Selbst die Busfahrer ignorieren das“, ärgert sich Brückner.

„ Klar, die Siedlung ist riesig, die Straßen nicht sonderlich eng, und die Tempo-30-Schilder befinden sich nur an den Einfallstraßen. Da kann es schon mal vorkommen, dass man das Tempolimit vergisst. Daher braucht es die Erinnerung.“

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