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„Der große Wurf“: Der BA-Chef will ein Eck am Johannisplatz entsiegeln – CSU denkt Tiefgarage als Parkplatz-Ersatz an

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Von: Katrin Hildebrand

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Der BA will das graue Eck am Platz schon länger verschönern.
Der BA will das graue Eck am Platz schon länger verschönern. © Katrin Hildebrand

Ein Eck am Haidhauser Johannisplatz soll entsiegelt und so verschönert werden. Parkplätze sollen zu Gunsten einer zunehmenden Begrünung weichen. Die Reaktionen im BA:

Haidhausen Entsiegeln und bepflanzen. Das plant der BA für das Eck am südwestlichen Johannisplatz. Schon lang ist die zugeparkte Asphaltfläche der Viertelpolitik ein Dorn im Auge. Nach einem SPD-Antrag vom Mai hat BA-Chef Jörg Spengler (Grüne) nun einen noch radikaleren Entwurf vorgelegt – und setzte sich durch.

Konkret geht es um das Eck Richtung Bordeauxplatz zwischen Metzger- und Schiltbergerstraße sowie zwischen Schiltbergerstraße und Johannisplatz. Es soll entsiegelt und begrünt werden. Dafür würden Parkplätze wegfallen. „Mit dem Klimawandel wird es im Viertel immer heißer“, begründet Spengler den Vorschlag. Mehr Grün schaffe Abhilfe. Zehn Bäume könne er sich vorstellen.

Die SPD hatte im Frühjahr bereits angeregt, für die Flächen Baumpflanzungen zu prüfen, Radl­ständer aufzustellen und den Fußweg von Motorrädern zu befreien. Spenglers Antrag baut darauf auf, wie er gegenüber Hallo erklärt: „Fahrrad­abstellanlagen und komfortable Gehwege sollten in das neue Konzept integriert werden.“ Für ihn ist die Begrünung „der große Wurf“, der die alte Forderung gleich mit einschließe.

Entsiegelung des Johannisplatz: Auch weitere Entsiegelungen vorstellbar

Auch Teile der CSU können sich damit anfreunden. „Ich kann das verstehen, der Ort ist aktuell nicht schön“, sagte Nikolaus Haeusgen. „Wir könnten als Ausgleich anderswo eine Tiefgarage andenken.“ Bei den Grünen und der SPD stieß das allerdings auf wenig Resonanz. „Wir sollten das Parkplatzangebot sukzessive reduzieren“, meinte die stellvertretende BA-Vorsitzende Lena Sterzer (SPD).

Spengler könnte sich, wie er auf Nachfrage verriet, noch weitere Entsiegelungen vorstellen. Eine Idee: „rund um das neue Paulanergelände, an dem Grünflächen fehlen und uns Kompensationen zugesagt wurden.“

Statistiken, wie viel Fläche des Stadtgebietes jährlich entsiegelt wird, gibt es laut Baureferat nicht. Auf Hallo-Anfrage gibt die Behörde jedoch an: „Generell gilt, neben dem Streben nach einer positiven Baumbilanz auf öffentlichem Grund, auch freie und versiegelte Flächen in den Blick zu nehmen und wo immer dies möglich ist, zu entsiegeln.“

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