DB stellt neue Pläne vor

Daglfinger Kurve: Kritik an Plänen

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Für eine Variante, die die DB vorschlägt, müsste der Hachinger Bach in ein unterirdisches Rohr verlegt werden.

Daglfing - Die Deutsche Bahn hat Ausbau-Pläne in den Bezirksausschüssen vorgestellt – Bogenhausen lehnt es jedoch ab, den Bach in Rohr zu legen

Die Deutsche Bahn (DB) hat ihre Pläne für die Dagl­finger und die Truderinger Kurve in den Bezirksausschüssen vorgestellt – und nicht nur Zustimmung gefunden. „Grundsätzlich bringt die Daglfinger Kurve eine Verbesserung für den Verkehr“, sagt BA-Chefin Angelika Pilz-Strasser (Grüne) auf Hallo-Anfrage. „Aber dass der Hachinger Bach zum Teil verrohrt werden soll, entspricht ganz und gar nicht unserem Entschluss“, ärgert sie sich. 

Denn das sieht der Ausbau als eine mögliche Lösung vor. Weil der Bund mehr Güterverkehr auf die Schiene bringen will, soll hier ausgebaut werden. Dabei würden die beiden Kurven – beide etwa einen Kilometer lang – entstehen. Sie sollen die drei Bahnstrecken, die zwischen Berg am Laim, Daglfing und Trudering-Riem aufeinandertreffen, besser verknüpfen. Dafür soll die etwa zwei Kilometer lange Strecke zwischen Daglfing und Trudering ein zweites Gleis erhalten und der Bahnhof Riem ein zusätzliches Wende- und Abstellgleis. Die Höchstgeschwindigkeit der Züge auf den beiden Kurve beträgt laut den Planungen etwa 80 Stundenkilometer. Dort, wo die Daglfinger Kurve entstehen soll, verläuft allerdings eben der Hachinger Bach. 

Nicht nur an einer möglichen Verlegung des Bachs in ein Rohr, stößt sich der BA an. Der neue Abschnitt bis Dagl­fing soll in Troglage, also ein wenig tiefer gelegt, verlaufen. Und: „Dort, wo das Gleis aus der Troglage kommt, also in Daglfing, ist es immer sehr laut“, sagt Pilz-Strasser. 

Außerdem will das Gremium vorher wissen, wie viele Züge dann erwartet werden – schließlich wird bei jedem Zug der Straßenverkehr durch die Schranken gestoppt. „Abstrus“ findet es die BA-Vorsitzende außerdem, dass mit diesem Projekt nicht gleich die Tieferlegung der S8 geplant werde. Denn Baubeginn der beiden Kurven könnte schon in sieben Jahren sein. 

Im Jahr 2030 soll der Ausbau fertig sein, die Kosten liegen vermutlich im dreistelligen Millionenbereich – da die Voruntersuchungen noch nicht abgeschlossen sind, gibt es laut Bahn noch keine „belastbare Kostenschätzung“. Neben den zusätzlichen Gleisen und Kurven plant die Bahn auch neue Eisenbahnüberführungen. Im Frühjahr, so plant es die Bahn, will sie die Bürger miteinbeziehen und zu einer Infoveranstaltung laden. hki

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