Ansteckungsgefahr in Flüchtlingsheimen besonders hoch

Coronavirus: Mehr Tests gefordert

Landtagsabgeordnete Gülseren Demirel (Grüne) fordert, dass nach Todesfall in Giesinger Gemeinschaftsunterkunft der Schutz vor Corona besser werden soll

  • Nach Todesfall in Giesinger Flüchtlingsheim im April 
  • Landtagsabgeordnete Gülseren Demirel (Grüne) besucht Gemeinschaftsunterkunft in Aschauer Straße
  • mehr Schutz gefordert

Giesing - Um Ansteckungen mit Corona in Flüchtlingsunterkünften zu vermeiden, sollen Teststrategien ausgeweitet werden. 

Coronavirus in München: Todesfall in Giesinger Unterkunft

Das fordert Gülseren Demirel (Grüne), Landtagsabgeordnete aus dem Giesinger Stimmkreis, nach dem Besuch der Gemeinschaftsunterkunft in der Aschauer Straße in Giesing. Hintergrund des Besuchs war: Vor gut einem Monat, am 26. April, ist ein 35-jähriger Asylbewerber aus der Unterkunft an den Folgen von Corona gestorben. 

Nach diesem Fall war unklar, ob sein Tod durch schnelleres Eingreifen hätte verhindert werden können. Denn offenbar hatte der Asylbewerber aus Afghanistan schon am 3. April über Symptome und Beschwerden geklagt – ins Krankenhaus war er aber erst mehrere Tage später gekommen und schlussendlich verstorben. 

Tod in Gemeinschaftsunterkunft: Verfahren soll Aufklärung bringen

Nun soll in einem Verfahren geklärt werden, ob schneller gehandelt hätte werden müssen. Wie eine ehrenamtliche Helferin, die den 35-Jährigen betreute, berichtete, hatte der junge Mann aus Afghanistan offenbar mehrfach einen Arzt kontaktiert und ist immer wieder vertröstet worden. Kurz nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus lag der 35-Jährige aber bereits beatmet im Koma und ist gut zwei Wochen später im Krankenhaus gestorben. 

Regierung von Oberbayern "bedauert den Todesfall zutiefst"

Auf eine Anfrage der Redaktion teilt eine Sprecherin der Regierung von Oberbayern mit: „Zum Schutz infizierter vulnerabler Personen wurde ein Hotel angemietet, weitere Anmietungen sind in Vorbereitung.“ Den Todesfall bedauere die Regierung zutiefst, sie sei stets bemüht, den Bedürfnissen der Bewohner in den Unterkünften Rechnung zu tragen. 

Für Oppositionspolitikerin Gülseren Demirel heißt das für die Aschauer Straße aber konkret: „Bessere räumliche, sicherheitstechnische und hygienische Bedingungen sind notwendig“, fordert sie. hki

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