Welche Projekte sind 2019 im Viertel geplant?

Bogenhausen: Die große Jahresvorschau der Viertel-Chefs

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Aktuell dominieren noch Bagger und Lastwagen die Straßen im Prinz Eugen Park. Ein Großteil der Bauvorhaben wird laut Stadtplaner Michael Bacherl 2019 und 2020 fertig.

Bogenhausen – Jetzt wird's eng im Viertel: Der Prinz-Eugen-Park wird weitgehend fertig, der Spatenstich für das 13er Kulturbürgerhaus wird gesetzt – doch die SEM hält die Bürger auf Trab

Angelika Pilz-Straßer, Vorsitzende des Bezirksausschusses (BA) 13.

Das wichtigste Thema, das das Viertel 2019 auf Trab hält: Die Stadtentwicklungsmaßnahme (SEM) Nordost. „Ich spüre oft die Verbitterung der Bürger, weil keine Kommunikation stattfindet – das muss sich ändern“, fordert Angelika Pilz-Straßer, Vorsitzende des Bezirksausschusses (BA) 13. Erst im Dezember hatte der BA Stellung zu einem Eckdatenbeschluss genommen. Damit eine Kommunikation gelinge, verlangt sie, müsse der Oberbürgermeister vor Ort kommen und den Menschen Rede und Antwort stehen. 

Landwirt Johann Oberfranz bezieht klare Stellung gegen die SEM Nordost.

„Es ist klar, dass sich der Nordosten entwickeln muss“, steht für Pilz-Strasser (Grüne) fest. „Aber ein Investor darf sich daran keine goldene Nase verdienen.“ Für sie sind es vor allem drei Dinge, die 2019 gelingen sollen: Eine Lösung für die Verkehrsprobleme, bezahlbaren Wohnraum sowie eine funktionierende Kommunikation schaffen. Wenn es nach der BA-Chefin ginge, sollten dort zu 100 Prozent Wohnungen nach dem München-Modell entstehen. 

„Der Nordosten ist eine grüne Lunge für München, die man nicht ohne Weiteres aufgeben darf“, sagt sie. „Weder für den Individualverkehr noch für den öffentlichen gibt es bislang eine Lösung. Eine U-Bahn könnte dort frühestens 2041 entstehen – viel zu spät.“ 

Nach den Protesten der Initiative Heimatboden (Hallo berichtete) hat sich ein neues Bündnis zur SEM gebildet, das am Donnerstag, 21. Februar, ab 19 Uhr zu einer Infoveranstaltung in die Neue Theaterfabrik, Musenbergstraße 40, lädt.

Geht es nach der BA-Vorsitzenden, so sollte die Klassenstärke vorerst erhöht werden, um die Anzahl der Schüler hinreichend betreuen zu können, denn „die Helen-Keller-Realschule platzt aus allen Nähten“.

Das Baugebiet Prinz-Eugen-Park hingegen soll heuer weitgehend fertig gestellt sein. Der Spatenstich für das 13er Kulturbürgerhaus soll auch 2019 gesetzt werden. In den kommenden Monaten wird ein runder Tisch stattfinden, um zu klären, ob eine Gastronomie im Kulturbürgerhaus Sinn macht. Der Projektauftrag zum Haus kommt in den nächsten Wochen im Stadtrat auf den Tisch. Im Frühjahr wird bei einer Mitgliederversammlung des Kulturbürgerhauses außerdem ein neuer Vorstand gewählt. „Ich trete zurück, sobald es um die künstlerische Beteiligung geht – das war von Anfang an so geplant“, sagt Pilz-Strasser.

Ein Thema, das der BA-Vorsitzenden Sorgen bereitet: „Die Helen-Keller-Realschule platzt aus allen Nähten.“ Angedacht ist, die Klassenstärke dort zunächst zu erhöhen, was aber auf lange Sicht keine Lösung sei. Stattdessen schlägt die Viertel-Chefin vor, dort, wo nun eine Unterkunft entstehen soll (Max-Pröbstl-Straße 4) eine Realschule zu errichten. Für Flüchtlinge hingegen sollten die Baracken in der Max-Pröbstl-Straße 12 abgerissen und durch einen Festbau ersetzt werden.

Hanni Kinadeter

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