„Das ist kein schöner Anblick“

Mehr Idylle fürs Naturdenkmal ‒ Lieber Bänke statt Schrott-Roller und -Fahrräder

Der Spitzahorn ist vom Boden bis in mehrere Meter Höhe mit Efeu zugewuchert.
+
Der Spitzahorn ist vom Boden bis in mehrere Meter Höhe mit Efeu zugewuchert.
  • VonKatrin Hildebrand
    schließen

Ein geschützter Ahorn verkommt zum Abstellplatz. Eine Lokalpolitikerin aus Untergiesing fordert Bänke statt den abgestellten Rollern und Fahrräder an dem Naturdenkmal.

Wie alt der Baum genau ist, ist unbekannt. Auch Karin Hierl, SPD-Politikerin aus Untergiesing, weiß es nicht. „Aber er ist ein Naturdenkmal“, erklärt sie. „Eines von nur vier Stück in Untergiesing-Harlaching.“

Sie will den Baum von den teils schrottreifen Fahrzeugen befreien, die ihn seit Jahren von allen Seiten zuparken. Auf ihren Antrag hin fordert der BA nun einen Ortstermin mit der Stadtverwaltung.

Karin Hierl

„Das ist kein schöner Anblick“, sagt Hierl. Rund um den Baum stehen Fahrräder, mindestens eins davon ist nicht mehr fahrtüchtig, daneben eine Reihe von Rollern. Die machen einen ganz schlechten Eindruck.

An der Ostseite der kleinen Verkehrsinsel mit dem Ahorn, parken regelmäßig Autos. „Die Umgebung wurde vor Jahren extra mit alten Pflastersteinen gestaltet. In Untergiesing kennt man diesen Teil des Viertels als Klein-Venedig.“

Die Roller machen laut Hierl keinen guten Eindruck.

Lokalpolitikerin aus Untergiesing fordert Bänke statt Schrott-Roller und -Fahrräder am Naturdenkmal

Die Mondstraße steht unter Ensembleschutz. Hinter den Bauten an der Nordseite fließt der Auer Mühlbach. Nur wenige Meter vom Ahorn entfernt, führt eine Brücke über das Gewässer. Wer vom Baum aus nach Südosten blickt, sieht am Berg die Silhouette der Heilig-Kreuz-Kirche.

Auf Antrag von Hierl forderte der BA Untergiesing-Harlaching bereits im Juni die Stadt auf, Roller und Räder zu entfernen und stattdessen eine Rundbank um den Baum zu bauen. Das Baureferat lehnte ab. „Ein Aufstellen von Bänken direkt in der Grünfläche scheidet durch die Gefährdung des Baumbestands aus“, heißt es in einem Schreiben. Die Fundamente für eine Rundbank würden den Wurzelbereich des Ahorns gefährden.

Hierl wünscht sich nun ein paar normale Bänke statt einer Rundbank. „Ich sehe ein, diese wäre einfach zu groß. Aber ganz ohne Bänke kann man die Schönheit es Platzes ja gar nicht genießen.“ Das Argument, Bänke wären grundsätzlich fehl am Platze an der Verkehrsrinsel mit dem Ahorn, lässt sie nicht gelten. „Die Außenfläche der Insel ist rundherum geteert.“

Der BA steht hinter ihr. Er hat nun beschlossen, die Stadt um einen Ortstermin zu bitten und den Antrag zu prüfen. „Mehrere Bänke rund um den Baum, das wäre doch eine schöne Lösung“, sagt Ferdinand Brinkmöller (CSU), zweiter Vorsitzender des Gremiums.

Auch interessant:

Meistgelesen

Streit eskaliert: Mann bedroht Angestellten im Supermarkt mit Pistole - Die Polizei umstellt danach seine Wohnung
München Südost
Streit eskaliert: Mann bedroht Angestellten im Supermarkt mit Pistole - Die Polizei umstellt danach seine Wohnung
Streit eskaliert: Mann bedroht Angestellten im Supermarkt mit Pistole - Die Polizei umstellt danach seine Wohnung
Eltern helfen Eltern
Eltern helfen Eltern
Medaillenregen für die Schwimmer
München Südost
Medaillenregen für die Schwimmer
Medaillenregen für die Schwimmer
Sportlich durch’s Viertel
Sportlich durch’s Viertel

Kommentare