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BA Au-Haidhausen will gemeinsame Radfahrer- und Fußgängerampeln abschaffen

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Von: Katrin Hildebrand

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Gleich drei Kombisignale regeln am Rosenheimer Platz Rad- und Fußverkehr.
Gleich drei Kombisignale regeln am Rosenheimer Platz Rad- und Fußverkehr. © Katrin Hildebrand

Für weniger Gefahr im Straßenverkehr fordern die Viertelpolitiker aus Au-Haidhausen eigene Ampeln für Fußgänger und Radfahrer auf allen Streuscheiben im Bezirk.

Au-Haidhausen - Es gibt sie am Rosenheimer und Max-Weber-Platz, an Prinzregenten-und Rablstraße sowie vielen weiteren Orten. Vor allem bei Radlern sorgen sie für Verdruss: Nun fordert der BA Au-Haidhausen die Stadt auf, die Kombisignale für den Fuß- und Fahrradverkehr im Viertel abzuschaffen und neben den Fußgänger- eigene Zweiradampeln aufzustellen.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Antrag gegen Kombi-Ampeln: BA Au-Haidhausen fordert eigene Signale für Radfahrer und Fußgänger

Der Antrag stammt von der SPD. Fraktionssprecherin Nina Reitz erklärt gegenüber Hallo: „Für viele Radfahrer ist es eine Gängelung, wenn sie mit den Fußgängern anhalten müssen. Das führt zu Ärger. Die beiden Gruppen bewegen sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten.“ Oft würden genau darum viele Radfahrer dennoch die Kreuzung passieren, obwohl die Kombiampel bereits auf Rot stünde. Eine gefährliche Situation, weil abbiegende Autofahrer damit in der Regel nicht rechnen.

„Gemeinsame Streuscheiben für die beiden Gruppen von Verkehrsteilnehmern sind eine Krücke“, begrüßte Ulli Martini (Grüne), Vorsitzender des Unterausschusses Mobilität, den Antrag. Auch die anderen Parteien schlossen sich an.

BA sieht Gefahr durch Kombi-Ampeln: Stadt erklärt Vorgehen

In München gibt es viele solcher Kombisignale. Wie viele genau, weiß das Mobilitätsreferat nicht. Sprecherin Christina Warta gab jedoch auf Anfrage bekannt, dass ein simultanes Umschalten auf Rot – für Fußgänger und Radfahrer – an bestimmten Stellen beibehalten werden müsse. Es gehe um Unfallprävention. Ursache sei „das leider immer wieder zu beobachtende Fehlverhalten abbiegender Fahrzeugführer“. Viele Autofahrer nämlich gingen automatisch davon aus, dass ein Rot für Fußgänger zugleich auch Rot für Radler bedeute, selbst wenn im konkreten Einzelfall für Letztere ein anderes Signal gelte.

Laura Ganswindt vom ADFC Bayern gibt auf Anfrage an, dass der Verein „eigene Fahrradsignale vor der Kreuzung mit Rot, Gelb und Grün“ gegenüber Kombisignalen bevorzuge. Entscheidender Unterschied: „Diese haben eine Gelbphase, Fußgängersignale haben keine. Mit dem Fahrrad kann man nicht auf der Stelle anhalten, wenn das Signal von Grün auf Rot umspringt.“

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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