„Die Ausschreibung ist ein echtes Weihnachtsgeschenk“

Metzgerstraße: Jetzt wird gebaut!

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Jetzt ist die Fläche an der Metzgerstraße für eine Bebauung durch Genossenschaften freigegeben worden.

Haidhausen – Die Lücke im Wohnblock an der Metzgerstraße war vielen Bewohnern ein Dorn im Auge – nach beinahe 40 Jahren, könnten sie jetzt Erlösung erfahren

Seit fast 40 Jahren beschäftigt das 144 Quadratmeter große Grundstück in der Metzger­straße Haidhausen. Jetzt hat der Planungsausschuss des Stadtrats entschieden: Es wird für eine Bebauung durch Genossenschaften ausgeschrieben.

„Endlich“, sagt Peter Frodien. „Vor zwei Jahren ist uns eine Ausschreibung, bei der wir uns bewerben können, versprochen worden, seitdem wurden wir hingehalten.“ Wir – das sind er und weitere Haidhauser, die die Baugenossenschaft „Johannis“ gegründet haben. Ihnen schwebt vor, etwa 80-Quadratmeter große Wohnungen zu bauen. „Zwei Familien haben sogar noch Platz“, sagt der Haidhauser, der nebenan einen Laden für Kindermöbel betreibt. Denn: „Zwei waren nach dem langen Warten irgendwann so entnervt, dass sie abgesprungen sind.“

„Die Ausschreibung ist ein echtes Weihnachtsgeschenk“, sagt Adelheid Dietz-Will, Vorsitzende des Bezirksausschusses (BA) Au-Haidhausen. Ausgeschrieben wird das Grundstück für Baugenossenschaften, dabei können die Beteiligten selbst entscheiden, ob sie selbst einsteigen wollen oder nur mieten. So soll bezahlbarer Wohnraum für Familien mit mittlerem Einkommen geschaffen werden. Die Baugenossenschaften können zwischen Grundstückserwerb und Übernahme der Flächen im Erbbaurecht entscheiden. Für letzteres gilt eine Laufzeit von 80 Jahren. Falls sich die ausgewählte Baugenossenschaft für einen Grundstückskauf entscheidet, muss die Münchner Gesellschaft für Stadterneuerug (MGS), zu deren Treuhandvermögen die Fläche gehört, das Grundstück veräußern. Wann der Wettbewerb für die Ausschreibung los geht, steht noch nicht fest. Frodien gibt sich siegessicher: „Wir haben sicher das beste Konzept, das familienfreundlich und sehr energieeffizient ist“, ist er überzeugt und fügt sarkastisch hinzu: „Wir hatten ja auch lange genug Zeit, daran zu arbeiten.“ Bebaut war der Grund übrigens noch nie: Im Hinterhof war einst eine Reinigung, die den Platz vorne für ihre Fuhrwerke nutzte.

Hanni Kinadeter

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