Neue Eigentümer

Gerüchte um die Menterschwaige: Nun soll Harlachings großes Restaurant saniert werden – was geplant ist

Die Menterschwaige: Das Restaurant ist noch immer geschlossen, nur der Biergarten ist offen. Bald soll das Anwesen renoviert werden.
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Die Menterschwaige: Das Restaurant ist noch immer geschlossen, nur der Biergarten ist offen. Bald soll das Anwesen renoviert werden.

Die Menterschwaige wurde verkauft - Jetzt gibt es Gerüchte, dass das größte Restaurant in Harlaching zu einem Hotel umgebaut wird. Was Pächter Schottenhamel dazu sagt ...

  • Die Menterschwaige, das größte Restaurant in Harlaching, wurde verkauft.
  • Es gibt Gerüchte, dass die Menterschwaige umgebaut werden soll.
  • Kommt eine Sanierung oder entsteht ein Hotel

Ein Club oder ein Hotel mitten in Harlaching? Im Viertel kursieren hartnäckig Gerüchte, denenzufolge die Menterschwaige umgebaut werden soll. Unlängst hat die Wiesnwirte-Familie Kuffler das Anwesen in der Harthauser Straße nämlich verkauft – und zwar an den Karlsruher Juristen Dieter Pawlik, der unter anderem das Sportwetten-Business Tipico mitgegründet hat. 

Gerüchte um Menterschwaige - Wird das größte Restaurant in Harlaching saniert oder zum Hotel umgebaut?

Der Pächter Christian Schottenhamel kann die Gerüchte aber nicht bestätigen. „Ein Hotel? Falls das kommen sollte, bleibe ich nicht Pächter“, sagt er. „Aber das kann ich mir auch nicht vorstellen.“ Derzeit seien Architekten mit der Baubehörde in Kontakt, um zu prüfen, wie das Gebäude saniert werden könne. Das steht nämlich unter Denkmalschutz. „Und eine Sanierung ist dringend notwendig, jahrelang ist da vorher nichts investiert worden“, berichtet Schottenhamel

An den Gerüchten, seine Gattin Johanna wolle sich aus dem Restaurant zurückziehen, sei nichts dran. „Die Menterschwaige muss ins Ensemble passen, es ist ein nachbarschaftlich orientiertes Restaurant und das soll auch so bleiben“, sagt Schottenhamel. Das Einzige, was er sich vorstellen könnte: Das kleine Toilettenhäusl abzureißen und die Toiletten in den Keller zu verlegen. 

Noch weiter geht Viertelpolitiker Michael Sporrer (SPD): Ihmzufolge solle das Gasthaus wieder in seinen „Urzustand“ versetzt werden. „Herr Pawlik ist bekannt dafür, dass er Brauchtum schätzt“, sagt Sporrer. „Er hat das Architekturbüro Foster und Partner beauftragt, das auch das Bundestags-Gebäude entwickelt hat.“ 

Ein Sprecher des Investors „Qcoon Real Estate“, deren Eigentümer Dieter Pawlik ist, bestätigt das: „Die Menterschwaige als Kulturdenkmal ist für Dieter Pawlik eine Herzensangelegenheit.“ Gemeinsam mit dem Pächter erstelle die „Qcoon Real Estate“ derzeit das genaue Nutzungskonzept für das unter einem „großen Sanierungsstau leidende Gebäude“. Ziel sei der Erhalt der historischen Bausubstanz. „Sobald die Planungen vorliegen, werden wir sie im Bezirksausschuss und anschließend öffentlich vorstellen.“ 

Ferdinand Brinkmöller, der für die CSU im BA und dem Kulturausschuss sitzt, wünscht sich indes auch eine Location für Jugendliche im Viertel. „Ein schall­isolierter Raum für Konzerte wäre toll für die jungen Menschen“, sagt er. 

Derzeit bleibt das allerdings Zukunftsmusik  

Nach wie vor hat die Menterschwaige nur den Biergarten mit Selbstbedienung geöffnet, das Restaurant bleibt geschlossen. „Wir warten auf das Weihnachtsgeschäft“, sagt Schottenhamel. „Wenn Veranstaltungen bei uns stattfinden, öffnen wir das Restaurant – andernfalls rechnet sich das leider nicht.“ 

Nach wie vor hat die Menterschwaige nur den Biergarten mit Selbstbedienung geöffnet.

hki

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