Magische Momente – Ganz ohne Zauberei

Kreativität und Körperspannung für die Demokratie

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Bildgewaltig: In der Kirche St. Maximilian gab die Akrobatikgruppe „Majostics“ ihr Stück „Im Namen der Menschlichkeit“ zum Besten. Dafür wurde sie nun unter anderem für den Engagementpreis 2018 nominiert.

Bogenhausen – Bewegungskunst, Tanz, Licht, Ton und Sprache: Diese Akrobatikgruppe wurde für ihre besonderen Verdienste um die Demokratie ausgezeichnet

Es muss nicht immer Zauberei im Spiel sein. Magische Momente können sich auf viele Arten entfalten. Als Lehrerin ist Suzann Adams eigentlich schon gut ausgelastet. Dennoch ist sie auch in vielen anderen Bereichen tätig. Auch in der Akrobatik ist sie unterwegs.

Im Gymnasium Max-Josef-Stift in Bogenhausen lehrt sie ihren Schülerinnen alles, was das Zirkusherz begehrt. Vom Einradfahren über den Hochstelzenlauf bis hin zum Jonglieren und zur Vertikalseilakrobatik — und das mit Erfolg. Ihre Akrobatikgruppe „Majostics“ wurde für ihr jüngstes Stück „Im Namen der Menschlichkeit. Der kleine Prinz schaut nach dem Frieden“ mit dem „Demokratie leben!“-Preis ausgezeichnet.

In dem Stück erfindet Adams die Geschichte des Kleinen Prinzen neu. In einer aufwendigen Inszenierung aus Bewegungskunst, Tanz, Licht, Ton und Sprache erfährt der Zuschauer, wie der kleine Prinz wieder auf die Erde kommt und nach verschwundenen Flüchtlingskindern sucht. Dabei ruft er zur Toleranz gegenüber Geflüchteten auf und freut sich über die Vielfältigkeit der Welt.

„Meine Stücke schreibe ich alle selbst“, betont Adams. Ein Thema zeichnet sich dabei immer ab: Das Engagement für benachteiligte Menschen und der Aufruf zum Frieden.

Auch aus diesem Grund wurde „Majostics“ noch für einen weiteren Preis nominiert: Der Deutsche Engagementpreis 2018. In diesem Rahmen nimmt die Akrobatikgruppe am Publikumspreis teil, der mit ­­ 10.000 Euro dotiert ist.

Alleine schon dabei sein zu dürfen, ist für Suzann Adams eine große Freude. „Es ist immer schön zu sehen, dass das eigene Tun von anderen gewürdigt wird“, sagt sie. Die Hoffnung der Mitwirkenden: Dass die Botschaft des Stückes auch in die reale Welt getragen wird. Die hat es angesichts der neusten politischen Ereignisse und einem zunehmendem Rechtsruck in der Gesellschaft bitter nötig.

Lydia Wünsch

Bis zum 22. Oktober kann jeder unter www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis für seinen Favoriten stimmen.

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