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Kostbare Gräberbeigaben aus dem 1. Jahrtausend

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Am Samstag, 13. Februar, 14 Uhr steht eine exklusive Führung durch die Ausstellung „Seide und Karfunkelstein“ in der Archäologischen Sammlung München auf dem Veranstaltungsprogramm des Vereins NordOstKultur.

Schmuckstücke aus Gold und Silber, besetzt mit Granat oder Karfunkelstein, wie er im Mittelalter genannt wurde, waren der sensationelle archäologische Fund 2004 in Gräbern aus Bestattungen um 500 nach Christi Geburt in Unterhaching. Weniger ungewöhnlich waren dabei Gräber selbst: bestattet waren in ihnen Gefolgschaften aus der Völkerwanderungszeit. Außergewöhnlich dagegen waren die Grabbeigaben mit Edelsteinen aus Indien, heimischen Halbedelsteinen, den Karfunkelsteinen, in einer Fassung, die wohl aus nobelsten Goldschmieden Italiens stammen. Gold druchwirkt Die Gewänder der Verstorbenen waren aus mit Gold durchwirkter chinesischer Seide – ein erstaunliches Phänomen, denn erst 1271 brach Marco Polo zu seiner Entdeckungsreise nach China auf. Nach wissenschaftlicher Erkenntnis geben diese Funde jedoch Hinweise auf ein bedeutendes Machtzentrum der frühen Bajuwarenzeit im Hachingertal. Viele weitere hochinteressante Aspekte zu diesen Funden werden die Besucher der großen Ausstellung der Archäologischen Staatssammlung München erleben. Gezeigt werden hier neben den restaurierten Hachinger Funden auch bedeutende Exponate aus gleicher Zeit aus den archäologischen Sammlungen von Xinjang, dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, dem Louvre sowie der Nationalen Antikensammlung von Saint-Germain-en-Laye. Treffpunkt zur Führung durch die Ausstellung „Seide und Karfunkelstein“ des Vereins NordOstKultur am Samstag, 13. Februar, 14 Uhr, ist die Münchner Archäologische Staatssammlung, Lerchenfeldstraße 2. Die Kosten pro Person betragen 6 Euro. Sabine Radloff

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