CSU-Stadträte wollen Tram-Nordtangente bis Oberföhring

Kommt eine neue Linie für den Osten?

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Als die Trambahnlinie 23 im Herbst 2009 eröffnet wurde, war sie ein begehrtes Fotoobjekt. Jetzt soll sie nach dem Willen der CSU bis Oberföhring verlängert werden.

Oberföhring – Die Planungen zur neuen Tram-Nordtangente durch den Englischen Garten sind in vollem Gange – Doch wenn es nach der CSU-Stadtratsfraktion geht, sollte die Linie bis in den Osten verlaufen

Die CSU-Stadtratsfraktion will die Trambahnlinie 23 von Schwabing-Nord bis zur Haltestelle St. Emmeram in Oberföhring verlängern lassen. Die Stadträte Dorothea Wiepcke, Johann Sauerer und Sebastian Schall stellten einen entsprechenden Prüfantrag an die Stadtverwaltung.

„Die Planungen zur Tram-Nordtangente sehen einen Streckenverlauf durch den Englischen Garten und durch Teile Altschwabings nach Westen vor“, schreiben die Räte in ihrem Antrag. Entlang des möglichen Streckenverlaufs bestehe aber bereits ein vielfältiges Angebot an Öffentlichem Personennahverkehr.

Dort, wo die Stadt in den nächsten Jahren verstärkt wachsen werde, fehle dieses Angebot derzeit. „Es wäre daher zielführender, den ÖPNV-Ausbau dort voranzutreiben, wo es dringend vonnöten ist“, heißt es weiter.

Die Stadtverwaltung solle nun prüfen, ob die Linie 23 weiter Richtung Osten bis zur Endhaltestelle der Trambahnlinien 16 und 18 – St. Emmeram – geführt werden kann. Außerdem möchte die CSU möglichst auch das Gelände des Bayerischen Rundfunks mit einem neuen Haltepunkt anbinden.

Bereits im November 2017 habe ein CSU-Anfrage ergeben, dass eine Zweiteilung der Tramlinie 23 ab dem Parzivalplatz ohne größere Investitionskosten möglich wäre.

Damit könne man eine Verlängerung über den Weg der Tramlinie 12 Richtung Rotkreuzplatz/Romanplatz und somit eine Ost-West-Tangente erreichen. Die CSU-Räte stellen sich eine Tramlinie 23a Richtung Münchner Freiheit und eine Linie 23 b bis nach Neuhausen vor. „Mit dem Bau der Tram-Nordtangente von St. Emmeram könnte durch den Lückenschluss zu den Trambahnlinien 16 und 18 das stark belastete Straßennetz zwischen Schwabing und Bogenhausen entlastet werden“, glauben die CSU-Räte.

Andreas Daschner

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