Keine Rettung für Traditionsgaststätte

Aus für das Wirtshaus im Grüntal. Ein mit einem Erhalt des Biergartens einhergehender Baurechtsentzug würde hohe Entschädigungsforderungen für die Stadt nach sich ziehen. Foto: privat

Das Wirtshaus im Grüntal muss Neubauten weichen. Dies teilte das Planungsreferat jetzt auf Anfrage der SPD-Stadträtinnen Claudia Tausend und Christiane Hacker mit. Als Denkmal könne das Haus nicht eingestuft werden, wolle man das Wirtshaus durch Entzug von Baurecht erhalten, müsse die Stadt mit hohen Entschädigungsforderungen rechnen. Wie berichtet, gibt die Schörghuber-Unternehmensgruppe mit dem Wirtshaus im Grüntal damit nach der Parkwirtschaft an der Buschingstraße innerhalb kurzer Zeit den zweiten Gastronomiebetrieb im 13. Stadtbezirk auf.

Kein schutzwürdiges Gebäude ist das Wirtshaus im Grüntal nach Ansicht des Landesamts für Denkmalpflege. Dies teilte das Planungsreferat den Stadträtinnen Claudia Tausend und Christiane Hacker mit, die nachgefragt hatten, ob das historische Gasthaus nicht durch Aufnahme in die Denkmalschutzliste gerettet werden könne. „Der jetzige Bestand lässt eine besondere Bedeutung nicht mehr erkennen. Der Bau von 1894, in dem es spätestens seit 1905 eine Gaststättennutzung gibt, ist kaum mehr ablesbar und nur noch in Resten erhalten. Die zahlreichen Umbauten zeigen keine künstlerische Leistung“, urteilte das Landesamt für Denkmalpflege und entschied, das Gebäude Grüntal erfülle daher nicht die Anforderungen des Denkmalschutzgesetzes. Rettung des Wirthauses würde teuer „Welche planerischen Schritte können eingeleitet werden, um das historische Wirtshaus im Grüntal mit seinem Biergarten und dem alten Baumbestand zu erhalten?“ wollten Hacker und Tausend wissen. Das Planungsreferat stellte klar, ohne Entschädigungszahlungen der Stadt kann vorhandenes Baurecht nicht entzogen werden. Und Baurecht ist auf dem Grundstück Grüntal 15 vorhanden. Die erste Bauanfrage vom März 2010 sei von der Lokalbaukommission (LBK) negativ beschieden worden, da sich der Baukörper nicht in die Umgebung eingefügt und schützenswerter Baumbestand beeinträchtigt worden sei. Ein reduziertes Bauvorhaben, bei dem zudem ein fünf Meter breiter Uferstreifen unbebaut bleibe, habe die LBK positiv beurteilt. Lediglich im Vorgartenbereich seien nach diesen Plänen Baumfällungen notwendig. „Der mit einem Erhalt des Biergartens einhergehende Baurechtsentzug würde hohe Entschädigungsforderungen nach sich ziehen“, teilte das Planungsreferat den Stadträtinnen mit. Gabriele Mühlthaler

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