Der Jugendstil in Bogenhausen

Am Freitag, 26. März, lädt der Verein NordOstKultur zu einem Stadtteilspaziergang zum Thema „Jugendstil in Bogenhausen und Haidhausen“ mit Paul Becker ein.

München ist eines der wichtigen Zentren des Jugenstils: Zu herausragenden Juwelen aus dieser Epoche gehören neben zahlreichen Häusern und Bauten vor allem die Kammerspiele an der Maximilianstraße, die Villa Stuck am Prinzregentenplatz, die Erlöserkirche in Schwabing, das Brunnen­büberl am Stachus und der Richard-Strauss-Brunnen „Tanz der Salome.“ Der Jugendstil als kulturhistorische Epoche um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert erhielt seinen Namen von der künstlerischen Wochenzeitschrift „Jugend“, deren erster Band 1896 in München erschien. Als Reformbewegung bahnte der Jugendstil die Wege zum Aufbruch in die Moderne und verfolgte mit alternativen Prinzipien die Überwindung akademisch-historischer Konvention. Künstler Zur Künstlergeneration um 1900, die im neuen Stil das Motiv der Natur, ihre Wuchsformen sowie die Bewegungslinien des Lebens in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellten, gehörten Richard Riemerschmid, Martin Dülfer und Carl Hocheder. Der Jugendstil umfasste alle Bereiche, auch die der täglichen Gebrauchsgegenstände wie Möbel, Porzellan, Keramik, Mode, Schmuck, Buch- und Schriftgestaltung. Nach Ausbruch des 1. Weltkrieges verlor der Jugendstil an Bedeutung: Man klopfte die Fassaden ab und putzte sie glatt. Und auch an den Kunstgegenständen im Jugendstil verlor sich das Interesse und so verschwanden viele Kostbarkeiten. Renaissance Erst in den 80er- und 90er-Jahren des vorigen Jahrhunderts erlebte das Interesse am Jugendstil eine Renaissance. Den Reichtum Münchens an Jugendstilbauten will Paul Becker bei seinem Bummel durch Bogenhausen und Haidhausen mit den Teilnehmern entdecken und den Blick öffnen für einen Kunststil jenseits des Neobarock und Neoklassizismus. Der Stadtteilspaziergang des Vereins NordOstKultur entlang kunstvoller Häuserfassaden und Bauten im Jugendstil in Bogenhausen und Haidhausen mit Paul Becker findet am Freitag, 26. März, von 16 bis 18 Uhr statt. Die Gebühr beträgt 3 Euro, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist an der Villa Bechtolsheim, Maria-Theresia-Straße 27. Sabine Radloff

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