Das Jahr beginnt mit einem Umzug

Die Haidhauser BA-Vorsitzende Adelheid Dietz-Will spricht über Enttäuschungen und Erfolge im Jahr 2009

Adelheid Dietz-Will, Vorsitzende des Bezirksausschuss Au-Haidhausen stellt die erledigten und anstehenden Projekte im Viertel vor. Wie ist das Jahr für Sie ausgeklungen? Nicht so gut. Der Stadtrat hat den nächsten Teil der Isar-Renaturierung abgesegnet, den innerstädtischen Bereich von der Reichenbachbrücke bis zur Kleinen Isar, der uns nicht komplett vorgelegen hat. So konnten wir im Vorfeld gar nicht die Änderungen mit den Bürgern besprechen. Die wasserrechtliche Prüfung läuft jetzt erst einmal zu dem veränderten Entwurf, aber danach können wir uns noch einmal einbringen. Wir machen zu dem Thema jetzt auf jeden Fall bald eine Einwohnerversammlung. Was sagen Sie denn zur neuen Stammstrecken-Planung? Die Änderung ist optimiert hervorragend. Wenn sie gleich so gekommen wäre, hätte es nie so einen Aufstand gegeben. Es gibt kaum Eingriffe im Wohnbereich, nur in der Kellerstraße Ecke Milchstraße wegen des Rettungsschachts. Und um den Orleansplatz läuft während der Baustelle rundherum der Verkehr. Außerdem ist die Informationspolitik des neuen Wirtschaftsministeriums besser. Sind Sie sehr enttäuscht, dass der Freistaat das Neudeck-Grundstück nicht verkauft hat? Die Enttäuschung ist groß. Der Stadtrat hat ermittelt, dass wir in der Au Defizite in der sozialen Versorgung haben. Das wäre die letztmögliche freie Fläche gewesen, die zum Verkehrswert abgetreten werden müsste. Das Ministerium wird Anfang 2010 entscheiden, was damit passiert. Was waren denn die Erfolge 2009? Da gab es einige: Bei dem Stadtwerke-Gebäude an der Einsteinstraße haben wir dem Denkmalschutz durchgesetzt. Das Gebäude bleibt, auch wenn die Nutzung sich ändern wird. Das städtische Altenheim an der Einsteinstraße 110 kommt endlich, die Ausschreibung läuft gerade an. Haidhausen hat kein städtisches Altenheim. Und was hat sie noch gefreut? Wir haben endlich durchgesetzt, dass der Gehweg-Übergang über die Kirchenstraße gebaut wird. Jetzt ist beschlossen, dass die Kinder dort zwischen den neuen Haidenaupark, dem Hypopark und in den Spielanlagen hinter der Flurschule wechseln können. Da bin ich heilfroh. Was tut sich denn an der Orleansstraße? Da sind noch 500 Wohneinheiten in Planung, die stocken, solange die S-Bahn nicht gebaut wird, weil die Bahn blockiert. Aber das Hotel an der Orleansstraße kommt endlich. Sie fangen schon an, die Grube auszuheben. Das wird endlich der Lärmschutz für die hintere Wohnbebauung. Was muss in der Ecke dann noch passieren? Wir müssen dafür sorgen, dass die Straßenbahnhaltestelle 19 an der Orleansstraße verbessert wird. Das neue Hotel und die vielen neuen Anwohner wollen die alle nutzen, aber die Haltestelle hat einen zu schmalen Streifen zwischen Autostrecke und Bahnlinie. Wir brauchen dort ein Haus, eine Haltestelle analog wie am Max-Weber-Platz. Ein Highlight war ja dieses Jahr auch, dass die Endhaltestelle und Beginn der Strecke 25/15 Johannisplatz sehr vergrößert worden ist. Das Interview führte Maren Kowitz

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