HALLO-Interview mit Angelika Pilz-Strasser

Wahlkampf erschwert Vereinsgründung

+
Bogenhausens BA-Vorsitzende Angelika Pilz-Strasser.

Einen Kulturvorstand soll der Trägerverein für das 13er Kulturbürgerhaus erst mal nicht bekommen, sondern ein Gremium, das sich um Gründung, Planung und die Verträge mit der Stadt kümmert. Wenn das Haus dann in Betrieb geht, ist ein „operativer Vorstand“ gefragt. 

Dies erklärte die Bogenhauser Bezirksausschuss-Vorsitzende Angelika Pilz-Strasser (Grüne) im Gespräch mit der HALLO-Redaktion.

HALLO: Anhand der Kandidatenvorschläge sieht es aus, als würde der Trägerverein fürs 13er Kulturbürgerhaus ein rein politisches Gremium, wie der BA. Sollen nicht kulturinteressierte Bogenhauser Bürger mitmachen?

Angelika Pilz-Strasser: Das wird erst mal kein Kultur-Vorstand. Er muss ins Gespräch kommen mit den Referaten, er muss einen Eckdaten-Beschluss herbeiführen, dass die Schulaula für Veranstaltungen nutzbar ist. Er muss mit dem Sozialreferat, mit dem Schulreferat und mit dem Kulturreferat über die Bedingungen verhandeln. Der BA macht das nicht allein, wir laden Leute ein mitzumachen.

HALLO: Wie geht es nun mit dem Trägerverein weiter?

Angelika Pilz-Strasser:Wir haben immer noch keine Einigung. Entweder peitschen wir was durch oder wir bemühen uns um eine einvernehmliche Lösung. Meines Erachtens sollten fünf Leute in den engeren Vorstand, davon eventuell zwei oder drei als Sprecher. Einvernehmen wäre die wesentlich bessere Variante, wir sollten also lieber noch mehr Gespräche führen. Der Vorsitz des Trägervereins soll langfristig nicht beim BA bleiben, der soll laut Satzung, deren Entwurf in Ordnung ist, drei Beisitzer benennen. 

HALLO: Warum ist es so schwierig, sich auf Kandidaten für den Vorstand zu einigen?

Angelika Pilz-Strasser: Der Grund ist der Wahlkampf.

HALLO: Mit Eva Schneider als Vorsitzende hätte man doch jemanden, der bei den 13er Kulturtagen Kompetenz für diese Aufgabe bewiesen hat.

Angelika Pilz-Strasser: Evi Schneider will den Vorsitz nicht machen, sie will lieber anderweitig im Verein mitwirken. Ich selbst bin gerne bereit, nicht im Vorstand zu sein. Der große Wunsch ist, dass wir zu irgendeiner einvernehmlichen Lösung kommen. Wichtig ist: Es gibt zwei unterschiedliche Vorstände. Zuerst den Gründungsvorstand für die ganze Vorbereitung und danach den operativen Vorstand, der das Haus betreibt.

HALLO: Wie soll der Vorstandswechsel stattfinden? Treten die Gründungsvorstände zurück, wenn alles in trockenen Tücher ist?

Angelika Pilz-Strasser:Nach zwei Jahren Amtszeit gibt es ohnedies Neuwahlen. Mein Ziel wäre, eine große Öffentlichkeit herzustellen und, dass es bei der Vereinsgründung keinen öffentlichen Kampf gibt. Ein baldiger Termin für die Gründungsversammlung wäre gut. Jetzt müssten wir uns einigen, ob es einen Vorsitz im 3er Tableau geben kann. Wir müssen einen Kompromiss für einen Vorstand finden, der gut ist für das Vorantreiben des Kulturbürgerhauses und bei den Vertragsverhandlungen gegenüber den Referaten unsere Wünsche durchsetzt. Bis Ende Februar kriegen wir den Trägerverein hin.

Das Interview führte Gabriele Mühlthaler

Auch interessant:

Meistgelesen

Münchnerin von Aufzug eingeklemmt – Feuerwehr musste Kabine anheben
Münchnerin von Aufzug eingeklemmt – Feuerwehr musste Kabine anheben
Neuer Kinofilm spielt im Herzen von Giesing
Neuer Kinofilm spielt im Herzen von Giesing
Das große Blumensterben – Warum immer mehr Münchner Floristen schließen?
Das große Blumensterben – Warum immer mehr Münchner Floristen schließen?
Gewinnen Sie einen Erlebnisaufenthalt im Europa-Park für die ganze Familie
Gewinnen Sie einen Erlebnisaufenthalt im Europa-Park für die ganze Familie

Kommentare