Münchner Heimatpfleger aus Bogenhausen von der Stadt ausgezeichnet

„München leuchtet“ für Gert F. Goergens

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Die Medaille „München leuchtet – Den Freunden Münchens“ in Silber erhielt im Rathaus Gert Goergens (links) von Oberbürgermeister Christian Ude überreicht. Goergens, der in der Parkstadt Bogenhausen lebt, erhielt die Auszeichnung für sein jahrelanges Engagement als Heimatpfleger der Landeshauptstadt München.

Für sein jahrelanges ehrenamtliches Engagement als Heimatpfleger der Landeshauptstadt München wurde jetzt Diplom-Ingenieur Gert F. Goergens aus der Parkstadt Bogenhausen mit der Medaille „München leuchtet – Den Freunden Münchens“ in Silber geehrt. 

Oberbürgermeister Christian Ude überreichte ihm die Medaille im Rathaus.

Die Tätigkeit von Heimatpflegern, deren Aufgabe es ist, in Fragen der Heimat- und Denkmalpflege zu beraten, sei bei Bauherren und Architekten nicht unbedingt beliebt, konstatierte Oberbürgermeister Christian Ude in seiner Laudatio. Oft sei von „Dauerverhinderern“, im günstigsten Falle von „Bedenkenträgern“ die Rede. Dabei sollten Heimatpflege und Denkmalschutz nicht als starres Diktat, sondern vielmehr als ein ständig notwendiges Korrektiv zur Dynamik der städtebaulichen Veränderung begriffen werden, so Ude.

Positives Engagement

Wie positiv sich die engagierte und beratende Tätigkeit eines Heimatpflegers auf eine Stadt wie München auswirken könne, zeige die Arbeit von Gert F. Goergens. Dank der hohen fachlichen Qualität seiner Gutachten sei es dabei in den allermeisten Fällen gelungen, Bauherren sowie Architektinnen und Architekten von stadtbildverträglichen Lösungen und dem notwendigen sorgsamen Umgang mit älteren Gebäuden zu überzeugen.

Beispiele dafür seien etwa die Neubauten der „Hofstatt“ an der Sendlinger Straße, das Bauprojekt der Münchner Bank am Frauenplatz oder die vorläufig zurückgestellten Pläne des Landesamtes für Denkmalpflege, den Ensembleschutz für etliche Münchner Dorfkerne zu streichen. Was die Zukunft des Wittelsbacherplatzes betreffe, so habe Goergens das Unternehmen Siemens bei der Neugestaltung ihres Headquarters davon überzeugen können, das dortige ensembleprägende Nachkriegsgebäude bestehen zu lassen und nicht durch einen Neubau zu ersetzen.

Amt dem Heimatpflegers

In München wird das kommunale Ehrenamt des Heimatpflegers bereits seit 1972 ausgeübt. Seit dem Jahr 2000 vertritt 

Goergens, der 1940 in Danzig geboren wurde und seit 1959 in München lebt, die Belange der bayerischen Landeshauptstadt in diesem Amt. In dieser Funktion berät der selbstständige Architekt den Stadtrat und die Verwaltungsdienststellen in puncto Stadtgestaltung und steht ihnen gutachterlich zur Seite. Bei allen Vorhaben, die für das Stadtbild und den Umgang mit wertvoller Münchner Bausubstanz von Bedeutung sind, schaltet sich der Heimatpfleger im öffentlichen Auftrag als aktiver Mitgestalter mit eigenen, stadtbildverträglichen Lösungsvorschlägen ein. Erst Ende Juni wurde Goergens vom Stadtrat für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt. Als Heimatpfleger der Landeshauptstadt München hat der 72-Jährige bis heute an über 250 Heimat- und Denkmalpflegersitzungen teilgenommen und dabei zu rund 6500 Tagesordnungspunkten Stellung genommen. Hinzu kommen über 1000 Beratungen in den sich anschließenden Bauherrensprechstunden. 

Gert F. Goergens ist seit 1994 Mitglied der Kommission für Stadtgestaltung. Von 1999 bis 2002 war er außerdem Mitglied der Kommission für Kunst am Bau. 

An der Ehrung nahmen auch die Stadtratsmitglieder Dr. Georg Kronawitter und Walter Zöller (beide CSU) teil.

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