Ein Fest der Generationen zum Jubiläum

50 Jahre Kindertreff Bogenhausen

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Beim Jubiläum des Kindertreffs Bogenhausen waren die Kinder voll dabei.

Der Kindertreff Bogenhausen feierte jetzt seinen 50. Geburtstag. Der Himmel war zwar grau – dafür die Stimmung grandios.

Gäste aus drei Generationen waren in den Kindertreff gekommen und natürlich die Kinder, die den Kindertreff täglich als Spiel- und Begegnungsstätte nutzen. Die Leiterin des Kindertreffs, Diplom-Sozialpädagogin (FH) Regina Moninger, eröffnete gemeinsam mit ihren Assistentinnen Antonia und Anahit die Veranstaltung. Danach begrüßten Stadträtin Gülseren Demirel und das Vorstandsmitglied des Kreisjugendrings (KJR) München-Stadt, Korbinian Ballweg, die Festgäste. Beide erinnerten an die Entwicklung der Parkstadt und an die Anfänge des Kindertreffs, der zuerst ein Freizeitheim für Kinder und Jugendliche gewesen war, später zur Kinderstube wurde und nun eine offene Einrichtung des KJR für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren mit einer Mittagsbetreuung ist – immer angepasst an Bedarf und Bedürfnisse. 

Geburtstagsgeschenk

Das schönste Geburtstagsgeschenk war die Neugestaltung der Freifläche durch das Gartenbaureferat der Landeshauptstadt München, die demnächst in einer zweiten Bauphase vollendet wird. Zum 50- Jährigen wurde schon mal der neue Kletterturm eröffnet, auf den sich die Kinder nach der feierlichen Freigabe durch die Kindersprecher mit einem Jubelschrei stürzten. 

Kindertrefflied

Der Kindertreff hatte sich also festlich herausgeputzt, sowohl drinnen wie draußen. Mit einem Lied, dem „Kindertreff-lied“ sangen die Kinder ein Lob auf ihr Haus und bekräftigten damit, wie wohl sie sich dort fühlten. Fotoserien aus den letzten Jahrzehnten konnten bestaunt werden. Die Glückwunschaktion, bei der die Kinder an Prominente wegen einer Geburtstagskarte geschrieben hatten, wurde ebenfalls präsentiert. Dazu hatten Politiker, Fußballer und Künstler sowie namhafte Vertreter von Institutionen des öffentlichen Lebens unglaublich nette und witzige Ideen entwickelt, um dem Kindertreff zu gratulieren. Sogar der ehemalige Praktikant aus den 70er Jahren, Schauspieler Hansi Kraus, schickte Glückwünsche. Auch die Jubiläumsfestschrift, ein liebevoll gestaltetes Potpourri der vergangenen Jahrzehnte, kam sehr gut an.  

Biobuffet

Bei dem Programm für die Gäste hatte man sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Ein leckeres Biobuffet sorgte für eine gute Unterlage, noch bevor das Programm begann. Zuerst entführte der Zauberer René Groß und Klein in die Welt der Illusionen. Dieser musste auch nach seinem Auftritt weiterzaubern, da sich die Kinder um ihn scharten und eins um andere noch eine Zugabe erbettelten. Ein weiteres Highlight war der Trommler Ifeanyi, der mit seinen Rhythmen noch einmal richtig einheizte und zum Mitmachen einlud. Obwohl es mittlerweile zu regnen begonnen hatte, stieg die Stimmung weiter an. 

Gespräche

Neben dem Programm waren die Gespräche und das Zusammensein besonders wichtig. Die Generation der Eltern, die selbst schon Besucher gewesen waren, schwärmte genauso von den alten Zeiten wie die heutigen Großeltern, deren Kinder damals den Kindertreff genutzt hatten. Auch ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die sich für die Einrichtung engagieren und engagiert hatten, waren gekommen, um „ihren“ Kindertreff zu feiern. Alte Bekanntschaften wurden aufgefrischt. Manche trafen sich nach Jahrzehnten wieder und fühlten sich noch einmal in die alten Zeiten versetzt. Die Kinder – die heutigen Besucher und Besucherinnen – ließen sich von alldem nicht stören. Sie folgten aufmerksam dem Programm, sie rannten, hüpften und tanzten. Sie ließen den Ball am Kicker rollen und tobten im Toberaum auf den Matratzen. 

Doch auch ein gelungenes Fest geht einmal zu Ende. Ist nicht weiter schlimm – denn glücklicherweise ist der Kindertreff für Kinder von 6 bis 12 Jahren jeden Werktag geöffnet – von Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr. Wie auch im Festlied heißt es dann für alle, die Lust haben, wieder: „Das Toben, Werken, Spielen ist ganz anders als man denkt, denn die Möglichkeiten sind hier kaum beschränkt“.

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