Große Resonanz auf Bogenhauser Kulturtage

Zum Abschluss der Aktionswoche und zu Beginn der Bogenhauser Kulturtage im 13er hatte die Schule für Baierische Musik (Wastl-Fanderl-Schule) zu ihrem Sommerfest geladen. Anfangs führten Kinder (auf dem Bild mit Leiter Moritz) Musikalisches vor; zu späterer Stunde tanzten und sangen die Erwachsenen. Foto: Karl Hirt

Die Resonanz war groß, die Stimmung bestens und auch das Wetter spielte mit. Als Renner erwies sich der Bandcontest im Cosi, aber auch die zahlreichen anderen Angebote im gesamten Stadtbezirk waren gut besucht.

„Ich hatte den Eindruck, es waren sehr viele Leute unterwegs. Es lief ganz phantastisch“, berichtete Bogenhausens Bezirksausschuss-Vorsitzende Angelika Pilz-Strasser nach dem Event im Gespräch mit der HALLO-Redaktion. „Besonders gefiel mir, dass alles so sehr lebendig war. Die Künstler und Gäste sind gut miteinander ins Gespräch gekommen, die Künstler untereinander auch“, freut sich Pilz-Strasser. Ganz ohne Unterstützung des städtischen Kulturreferats hatte der Bogenhauser Bezirksausschuss die 13er Kulturtage auf die Beine gestellt, wobei die Hauptorganisatoren Roland Krack, Eva Schneider, Berndt Hirsch und Karin Vetterle auch im NordOstKulturverein aktiv sind und ein gerüttelt Maß an Erfahrung mitbringen. „Ich habe schon einiges Feedback bekommen, das war sehr begeistert“, sagt Eva Schneider. Übergroßer Andrang bei der Monacensia Die Monacensia habe von einem übergroßen Andrang berichtet, die Teilnehmer der Führung durchs Prinzregententheater seien hellauf begeistert gewesen, ebenso die Besucher der Villa Stuck. „Der Renner war aber der Bandcontest im Cosimatreff“, berichtet Eva Schneider. In den Ateliers in Zamdorf, im Bürgerpark Oberföhring und in der Wiedefabrik habe eine tolle Stimmung geherrscht. Weniger gut besucht waren die Kabarettabende im Zirkuszelt Baldoni. Möglicherweise haben die Organisatoren sich selbst Konkurrenz gemacht, denn parallel zu den Kabarett-Darbietungen liefen andere attraktive Veranstaltungen wie Orgelkonzert oder Bandcontest. Bogenhauser „kulturen“ durch ihren Stadtteil Die Rundfahrt mit dem 13er Bus zu 13 Kulturstationen im 13. Stadtbezirk wurde vor allem am Samstag gut angenommen. Ganz bequem konnten sich die Passagiere bei der Tour mit dem historischen Linienbus einen Überblick über das reichhaltige Kunst- und Kulturgeschehen in ihrem Viertel verschaffen. Buntes Treiben herrschte im Bürgerpark Oberföhring und auf dem Rosenkavalierplatz hatten es sich die Bogenhauser am Sonntagmittag auf den Bänken bequem gemacht, um den Klängen des Jazz-Saxophon-Ensembles der Städtischen Sing- und Musikschule zu lauschen. Auch das Wetter spielte mit und so herrschte ein fast mediterranes Flair mitten im Herzen des Arabellaparks. Kulturreferent Küppers „Hier macht man was!“ „Als der Bogenhauser Bezirksausschuss uns vor einem halben Jahr das Projekt der 13er Kulturtage vorgestellt hat, waren alle begeistert. Es ist außerordentlich schön, dass man hier im 13. Stadtbezirk sagt „Wir machen was“ und nicht auf das Kulturreferat wartet“, erklärte Münchens Kulturreferent Hans-Georg Küppers bei der Eröffnung der Kulturtage am Freitag in der Caféteria des Effnerheims. Kultur in der Stadt sei wesentlich mehr als Kultur von der Stadt, so Küppers, der betonte, er sei ein großer Verfechter der Stadtteilkulturarbeit. So werde im Prinz-Eugen-Park in einigen Jahren das Stadtteil-Kulturhaus in Betrieb gehen, für das sich der Bogenhauser Bezirksausschuss seit langem einsetze. BA-Vorsitzende Angelika Pilz-Strasser stellte klar, dass im zergliederten 13. Stadtbezirk viele Kulturinteressierte lebten, es aber wenig Räume für deren Engagement gebe. Nun sei das Kulturbürgerhaus im Prinz-Eugen-Park eingeplant. „Kulturelle Aktivitäten im Viertel sind Gradmesser für Lebensqualität. Sie schaffen Heimat, Geborgenheit und Respekt“, so Pilz-Strasser. Lust auf mehr Viel Arbeit und Herzblut haben die Bogenhauser Bezirksausschuss-Mitglieder in die Vorbereitung der ersten 13er Kulturtage gesteckt. Trotz der Mühe haben viele der Aktiven wohl Lust auf mehr. „Es scheint bei allen eher so zu sein, dass wir zwar im nächsten Jahr keine großen Kulturtage machen wollen, aber Lust haben, zusammen mit der Ausstellung „100 Jahre Oberföhring“ etwas zu tun“, sagt Bogenhausens Bezirksausschuss-Chefin Anglika Pilz-Strasser. Zuvor aber wird erst mal Resümee gezogen über die 13er Kulturtage 2012. Gabriele Mühlthaler

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