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Große Bauprojekte stehen an

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Angelika Pilz-Strasser, Vorsitzende Bezirksausschuss Bogenhausen.	Foto: oh
Angelika Pilz-Strasser, Vorsitzende Bezirksausschuss Bogenhausen. Foto: oh

Viele ehrenamtliche Stunden wenden die Bogenhauser Bezirksausschuss-Politiker auf, um den 13. Stadtbezirk auch in Zukunft als ein lebens- und liebenswertes Viertel zu erhalten. Bezirksausschuss-Vorsitzende Angelika Pilz-Strasser (Grüne) gab auf der Bürgerversammlung am vergangenen Donnerstag einen kurzen Einblick in Arbeitsweise und Aufgaben des Stadtteilgremiums und forderte die Bürger zum Dialog und zur Teilnahme an den monatlichen BA-Sitzungen auf.

Als größtes Bauprojekt im 13. Stadtbezirk steht die Entwicklung des Geländes der Prinz-Eugen-Kaserne an. „Dem BA ist ein guter Start dieses Gebiets wichtig, er hat deshalb viel Bürgerbeteiligung gefordert und konnte das Planungsreferat überzeugen“, erklärte Angelika Pilz-Strasser. Beim eintägigen Workshop im Juli hätten zahlreiche Bogenhauser die Möglichkeit genutzt, sich über die Pläne zu informieren und Ideen und Wünsche einzubringen. „Diese erste Veranstaltung war sehr vielversprechend“, so die BA-Vorsitzende. Seit langem habe der Bezirksausschuss ein Bürgerhaus oder wenigstens einen Bürgersaal gefordert. Bogenhausen sei einer der größten Stadtteile Münchens, es fehle bisher jedoch ein geeigneter Raum für Sitzungen und Veranstaltungen. „Zum Glück steht das Bürgerhaus jetzt im Bebauungsplan der Prinz-Eugen-Kaserne. Eventuell wird es eine Kooperation mit dem Saal im künftigen Alten- und Servicezentrum geben“, erklärte Pilz-Strasser. Unklar sei bisher noch das Schicksal der kleinen Kapelle auf dem Kasernen-areal. Beschäftigt habe den Bezirksausschuss auch die Überplanung des Geländes der ehemaligen Ziegelei Deck. „Es war eine Herzensangelegenheit des BA, das Maschinenhaus und einen Trockenstadel zu erhalten. Inzwischen sind alle davon überzeugt, diese Relikte des ehemaligen Ziegellandes zu bewahren, es wird also werden!“, so Pilz-Strasser. Viele Menschen würden in die Siedlungen auf dem Kasernen- und Ziegeleigelände einziehen. „Es wird dichter und urbaner werden, eine öffentliche Anbindung ist dringend nötig!“ Diese Aufgabe werde die neue Tramlinie nach St. Emmeram erfüllen, deren Bau zügig voranschreite. Auch das Kunstwerk am Effnerplatz, die Mae West, wachse empor. Ab Herbst 2011, wenn die Tramstrecke fertig sei, werde die Straßenbahn unter der Skulptur durchfahren. Parkstadt-Verkehrs- beruhigung und anderes Seit vor einigen Jahren zur Verkehrsberuhigung der Parkstadt Bogenhausen an mehreren Querstraßen zur Weltenburger Straße Einfahrtverbotsschilder aufgestellt wurden, gehen fast jeden Monat Anträge zum Thema bei Bezirksausschuss ein. „Es gibt Für und Wider für die Beibehaltung der Regelung. Der Bezirksausschuss hat die Entscheidung zurückgestellt, bis belastbare Ergebnisse einer Verkehrszählung vorliegen. Diese kann jetzt, nachdem Richard-Strauss-Tunnel und Oberfläche fast fertig sind, durchgeführt werden. Wenn die Zahlen vorliegen, wird eine Lösung erarbeitet“, so Pilz-Strasser. Die Ausschreibung für einen Lebensmittelmarkt an der Burgauer Straße, für die der BA lange gekämpft habe, sei erfolglos geblieben. „Bis Ende Oktober wird erneut ausgeschrieben. Wir hoffen, der Stadtrat kann sich im März 2011 damit befassen, dann könnte vielleicht im kommenden Herbst mit dem Bau begonnen werden“, meinte die BA-Vorsitzende. Mit der Schließung des Gasthofs Grüntal „verlieren wir ein Stück altes München. Auch die Dorfensembles sind nach wie vor bedroht. Der Landesdenkmalrat wird 2011 entscheiden“. Pilz-Strasser berichtete von Widerstand des Bezirksausschusses gegen die Ausweisung eines Industriegebiets im Gleisdreieck Hüllgraben. „Wir schlagen das als Ausgleichsflächen für Bebauungen in Bogenhausen vor!“ In Sachen Express-S-Bahn verzeichnete Pilz-Strasser einen Planungsstillstand. „Die Gebiete östlich der S-Bahn können aber nur erschlossen werden, wenn die Bahnlinie von Zamdorf bis Johanneskirchen in einen Tunnel verlegt wird. Alles andere ist eine Zumutung für Bogenhausen!“, so Pilz-Strasser. Die Bogenhauser applaudierten. Erfreut nahmen die Bürger die Grundsteinlegung fürs Effnerheim zur Kenntnis, mit Fassung die Mitteilung, dass der Wertstoffhof an der Savitsstraße für drei Jahre geschlossen bleibt. Gabriele Mühthaler

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