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Die Kita „Mäcki Löffel“ in Giesing sucht eine Unterkunft

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Von: Katrin Hildebrand

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Die „Mäcki Löffel“-
Kinder sorgen sich um ihre Kita.
Die „Mäcki Löffel“-Kinder sorgen sich um ihre Kita. © Katrin Hildebrand

Die Kita „Mäcki Löffel“ in Giesing hat Angst vor dem Aus: Der Altbau an der Severin- und St.-Martin-Straße wird renoviert – noch ist kein Interim für die Kinder in Sicht.

„Uns gibt es seit 30 Jahren“, sagt Volker Eisenlauer. „Und wir wollen bleiben.“ Doch der Umzugsbeauftragte der Kita „Mäcki Löffel“ bangt um deren Existenz. „Seit zwei Jahren suchen wir intensiv nach neuen Räumen – bisher ohne Erfolg.“ Dabei müssen die 14 Kinder und ihre zwei Erzieherinnen wohl im Oktober raus aus den Zimmern an der Severinstraße 4. Die Zeit wird knapp.

*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Grund für den Umzug: Das denkmalgeschützte Gebäude an der Severin- und St.-Martin-Straße wird saniert. Währenddessen müssen alle Nutzer ausziehen: Neben der Elterninitiative „Mäcki Löffel“ sind das Teile des Jugendamtes und der „Münchenstift“ sowie eine Städtische Kita, wie das Kommunalreferat auf Anfrage bekanntgab.

Die ebenfalls dort ansässige Volkshochschule hat ihr Interim in Ramersdorf bereits bezogen, die städtische Kita hat laut Bildungsreferat ebenfalls Räume in Ramersdorf gefunden. 2025 können alle Nutzer wieder zurückziehen. Doch diese Zeit muss erst mal überbrückt werden.

Die Kita „Mäcki Löffel“ in Giesing sucht eine Unterkunft - Noch kein Interim für Kinder in Sicht

Das denkmalgeschützte Gebäude an der Severin- und St.-Martin-Straße
Das denkmalgeschützte Gebäude an der Severin- und St.-Martin-Straße. © privat

„Die Stadt würde uns den Umzug und die Renovierung neuer Räume zahlen“, berichtet Eisenlauer, dessen Tochter „Mäcki Löffel“ besucht. Das aber nütze nichts, solange es keine guten Räume gebe.

Und die muss die Elterninitiative auf eigene Faust finden. „Wir können bis 20 Euro pro Quadratmeter zahlen, kriegen städtischen Zuschuss. Wir suchen online und per Aushang, wir haben die Eigentümer leerstehender Häuser kontaktiert.“

Ohne Ergebnis. Einige Angebote seien grenz­wertig gewesen, so eine abbruchreife Werkstatt für einen Wucherpreis. „Die war total verraucht und nicht isoliert“, sagt Eisenlauer. Problem für manche Vermieter sei auch, dass die Kita von der Umsatzsteuer befreit ist. „Die wollen, dass wir sie trotzdem zahlen.“ Das aber sei schwierig.

Der BA ist auch schon eingeschaltet, konnte bisher aber nicht helfen. Doch die Kita gibt nicht auf. Einige Monate Zeit hat sie schließlich noch.

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