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Leiserer Stadionsprecher, mehr Klos

Beim runden Tisch zum Grünwalder Stadion-Ärger suchen Vereine, Stadt und Anwohner Lösungen

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Gut 30 Anwohner sowie Vertreter der Stadt, der Vereine und der Polizei diskutierten in der Gaststätte „Gartenstadt“ über die Zustände rund ums Grünwalder Stadion.

Giesing – Seit Monaten sind die Anwohner rund um das Grünwalder Stadion verärgert. Ständig gibt es vor und nach den Spielen der Sechzger Ärger: Wildbiesler, beschmierte Hausmauern und Lärmbelästigungen. Ein runder Tisch soll jetzt Besserung bringen

Laute Trommeln, Wildbiesler an den Hausmauern und erschwerte Zufahrten zu den eigenen Häusern sorgen bei Löwen-Heimspielen im Grünwalder Stadion für jede Menge Frust bei den Anwohnern. Sie fühlen sich mit ihren Sorgen alleine gelassen und erwägen sogar gerichtliche Schritte (Hallo berichtete). Bei einem runden Tisch wurden nun Lösungsansätze erarbeitet.

Bei den Anwohnern geht die Angst um. Viele wollen ihren Namen nicht öffentlich nennen – aus Angst vor der Reaktion der Sechzger-Fans. „Eine Anwohnerin wurde nach einem Beitrag im Fernsehen mit den Worten ,Wir sehen uns auf dem Friedhof’ bedroht“, erzählt einer vor den rund 30 Teilnehmern des runden Tisches, wo sich neben den Anwohnern auch Vertreter der Stadt, der Vereine und der Polizei austauschten.

Die meisten Anwohner haben Angst vor den Sechzger-Fans

Auch Anwohner Robert Motschenbach nimmt am runden Tisch teil. Ihm reicht´s endgültig: Ständig ist seine Einfahrt zugeparkt.

„Vor und nach den Spielen ziehen die Fans grölend durch die Straßen und schießen Böller ab“, sagt Anwohner Robert Motschenbach. An jeder Ecke gebe es Schmierereien, oft sei die Ausfahrt seiner Tiefgarage zugeparkt. „Es ist unerträglich.“ Dagegen unternommen werde nichts. Ein anderer schimpft über laut schlagende Tore während der An- und Ablieferung vor und nach den Spielen. „Wir haben an Spieltagen von früh bis spät Lärmbelästigungen.“

„Diese lauten Trommler und überdimensionierten Lautsprecher hat es früher nicht gegeben“, beschwert sich ein weiterer Anwohner. „Ich höre jedes Wort des Stadionsprechers Stefan Schneider. Das muss doch nicht sein.“ Besucher könnten an Spieltagen nicht zu seinem Haus fahren, weil die Zufahrt gesperrt ist.

In helle Aufregung versetzt die Giesinger die in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie, ob das Fassungsvermögen des Grünwalders auf 30 000 Plätze verdoppelt werden kann. Sportreferentin Beatrix Zurek versuchte zu beruhigen: „Es ist erst mal nur eine Prüfung.“ Wenn man diese in der Hand habe, werde man die Bürger einbinden. Jede Veränderung am Stadion würde zudem mit Lärmschutzmaßnahmen einher gehen. Um den Wildbieslern Herr zu werden, kündigte Zurek an, dass die Stadt die Möglichkeit prüfen werde, weitere mobile Toiletten aufzustellen.

Der Bezirksausschuss (BA) Untergiesing-Harlaching will nun Anträge an die Stadt richten, um die Situation der Anwohner zu verbessern, kündigte BA-Chef Clemens Baumgärtner an. „Es muss eine praktische Lösung geben, um die Zufahrt für die Anwohner zu gewährleisten“, sagte er und verwies auf die Möglichkeit von Zufahrtsausweisen.

Löwen-Geschäftsführer Michael Scharold betonte, dass man die Sorgen der Anlieger ernst nehme und im Dialog bleiben wolle.

Zudem soll geprüft werden, ob die Lautsprecher im Stadion nicht so ausgerichtet werden können, dass der Lärm im Stadion bleibt. Außerdem regte Baumgärtner bei den Vereinsvertretern, Michael Scharold (TSV 1860) und Sebastian Dremmler (FC Bayern), an, die Zeiten, in denen Musik gespielt wird, auf eine Stunde vor dem Spiel zu verkürzen. Löwen-Geschäftsführer Michael Scharold betonte, dass man die Sorgen der Anlieger ernst nehme und im Dialog bleiben wolle. Und Sebastian Dremmler, Leiter des Spielbetriebs bei den Bayern-Amateuren, die ihre Spiele ebenfalls im Grünwalder austragen, erklärte, dass er auf dem kurzen Dienstweg regeln wolle, dass der Stadionsprecher bei den Bayernspielen etwas leiser gestellt wird.

Andreas Daschner



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