Gerechtigkeit in der Steuerpolitik

Über das Thema „Gerechtigkeit in der Steuerpolitik“ pricht Prof. Dr. dres. h.c. Paul Kirchhof, Richter am Bundesverfassungsgericht a.D., Institut für Finanz- und Steuerrecht der Uni Heidelberg, in der Reihe „Miteinander reden in Immanuel“.

Es ist heute unbestritten, dass in der Bundesrepublik Deutschland eine große Reform des Steuersystems nötig ist. Sie könnte zur innenpolitischen Konfliktlösung beitragen, wenn am Ende ein vereinfachtes, gerechtes und effizientes Steuermodell zustande käme. Der ehemalige Verfassungsrichter für Finanz- und Steuerrecht, für Europa- und Völkerrecht, Prof. Dr. Paul Kirchhof, arbeitet seit vielen Jahren mit seinem Heidelberger Institut an einem neuen Steuersystem. 2011 hat er seine Vorstellungen publiziert. Aus 56000 Paragrafen sollen 146 werden, denn heute verstehe man weder den „Steuer-Paragrafen-Dschungel“ noch seine eigene Steuererklärung. Das gegenwärtige Steuerrecht sei „von Ausnahmen, Privilegien und Lenkungen überwuchert“. Mit dem neuen Vorschlag gehe man zu einem „radikal vereinfachten und deswegen wieder verständlichen Steuerrecht in die Zukunft“. Das Steuerrecht habe seine Autorität verloren. Und das sei die Seuche, die sich in dieses Rechtsgebiet eingeschlichen habe. Es sei ein Recht in höchster Not, warnt Herr Professor Kirchhof. Der Vortrag „Gerechtigkeit in der Steuerpolitik“ findet am Montag, 19. März, um 20 Uhr im Gemeindesaal der Immanuelkirche Denning, Allensteiner Straße 7, statt. Der Eintritt ist frei.

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