Geh- und Radweg statt nur Gehweg

Der Gehweg an der Straße St. Emmeram soll vom nördlichen Ende der Einbahnstraße bis zur Einmündung der Spervogelstraße zum gemeinsamen Geh- und Radweg werden. Dies fordert der Bogenhauser Bezirksausschuss.

Einen Ist-Zustand legalisieren will der Bogenhauser Bezirksausschuss mit seinem Antrag, den Gehweg an der Straße St. Emmeram ab dem nördlichen Ende der Einbahnstraße bis zur Einmündung der Spervogelstraße in einen gemeinsamen Geh- und Radweg umzuwidmen. Der BA wünscht auch, dass ab dieser Einmündung auf der Einbahnstraße Radverkehr in Gegenrichtung zugelassen wird. Die SPD begründet ihren Antrag damit, dass für Bewohner von St. Emmeram und für Besucher der Isarauen, die mit dem Fahrrad unterwegs seien, sowohl die Zufahrt von Norden, wie auch die Rückfahrt nach Süden, ein dringendes Anliegen sei. „Dies kann man an der Übertretung der Einbahnregelung und an der verbotenen Gehweg-Nutzung durch Radfahrer ablesen“, so die SPD. Durch ausreichende Gehwegbreite, absolutes Halteverbot und Tempo-30-Limit seien die Voraussetzungen für die gewünschte Verkehrsregelung gegeben. Gefährdungspotential Nicht alle Bogenhauser BA-Politiker wollten den SPD-Antrag mittragen. Dietrich Hölzle (CSU) erklärte, die angestrebte Änderung könne nur durch gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer funktionieren. Dies klappe in der Praxis nicht. Durch das starke Gefälle der Strecke bestehe höchstes Gefährdungspotential für Radler und Fußgänger. „Das Risiko ist zu hoch! Es ist blauäugig zu glauben, dass alle Rücksicht aufeinander nehmen!“ so Hölzle. Xaver Finkenzeller (CSU) schlug vor, die Angelegenheit erst mal prüfen zu lassen. Ist-Zustand BA-Vorsitzende Angelika Pilz-Straßer (Grüne) betonte: „Ich würde nie zustimmen nach dem Motto, schaun wir mal, ob was passiert!“ Die gewünschte Änderung auf der Straße St. Emmeram stelle einen Zustand her, den es in München zuhauf gebe. Wenn man da Sicherheitsbedenken habe, müsse man auch das Radfahren entlang der Isar verbieten. „Ich bin sicher, dass die Leute aufpassen. Es ist nur die Legalisierung eines Ist-Zustands“, so Pilz-Straßer. Mehrheitlich stimmte das Gremium dem Antrag auf einen gemeinsamen Geh- und Radweg an der Straße St. Emmeram zu. Gabriele Mühlthaler

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