1. hallo-muenchen-de
  2. München
  3. München Südost

Gefahr an der Humboldtstraße

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Au/Untergiesing

Verkehrsfalle Humboldtstraße: „Der Versuch zu Überqueren wird hier ein Kampf ums Überleben“, beschwert sich Anwohnerin Yvonne Werner über den Fußgängerübergang auf Höhe der Oefelestraße. „Die Grünphase für Fußgänger dauert nur Sekunden, das birgt große Risiken für kleine Kinder und ältere Menschen, die nicht so schnell sind.“ Immer wieder beobachte sie, wie es Passanten nicht schaffen würden, die Straße rechtzeitig zu überqueren: „Jeder regt sich darüber auf, aber niemand unternimmt etwas.“ Das Risiko sieht Werner noch verstärkt durch die unaufmerksamen und rücksichtslosen Autofahrern auf der stark befahrenen Humboldtstraße: „Die Rotphase für die Autofahrer wird von diesen zum größten Teil übersehen oder einfach nicht beachtet. Viele Autofahrer fahren noch bei Rot.“ Sie wünscht sich einen Blitzer, um die Stelle zu sichern: „Es wäre toll, wenn sich hier etwas ändern könnte.“ Doch Christopher Habl, Sprecher des Kreisverwaltungsreferates, das zuständig für die Ampelschaltungen in der Stadt ist, sieht zumindest hinsichtlich einer längeren Grünphase für Fußgänger schwarz: „Die reine Grünzeit beträgt neun Sekunden, aber danach sind noch 13 Sekunden Schutzzeit einkalkuliert, in denen zwar die Fußgängerampel wieder rot ist, aber auch der Autoverkehr noch rot hat.“ Das würden viele Fußgänger nicht so wahrnehmen, diese Schutzzeit würde es ihnen aber ermöglichen, sicher die Straße zu überqueren. Ein alter Mensch mit Gehwagen hätte zwar Probleme, auch in dieser verlängerten Zeit die Straße zu überqueren. „Aber daran können wir die Zeiten nicht ausrichten, sonst steht der Verkehr dort nur noch – in diesen Fällen ist die Sensibilität des Autofahrers gefragt.“ Für die Einrichtung eines Blitzers ist die Polizei zuständig, aber die vermisst drei wichtige Kriterien für die Einrichtung einer Rotlicht-Überwachungsanlage: „Die Stelle ist kein Unfallbrennpunkt, es gibt nur eine Fahrbahn pro Richtung, und die baulichen Gegebenheiten liegen nicht vor“, so Damian Kania, Sprecher der Polizei. Einen Trost kann er jedoch versprechen: „Die Polizeiinspektion 21 wird jetzt öfter diese Situation überwachen, wenn deren Beamte auf Streife sind.“ Maren Heußler

Auch interessant

Kommentare