„Feringa Radau!“ statt Helau

Er ist der traditionelle Höhepunkt des Feringa-Faschings und geht am Sonntag ab 13 Uhr mit viel Spaß, guter Laune und reichlich fröhlichen Narren in seine 31. Ausgabe: Die Rede ist vom „Gaudiwurm“ der „Faschingsgesellschaft Feringa Johanneskirchen“.

Fester Bestandteil im alljährlichen Narrenkalender ist dieses Spektakel mit einem gut zweistündigen Umzug zwischen dem Maibaum Johanneskirchen und dem Bürgerpark Oberföhring. „Feringa Radau!“ ertönt dann wieder der Schlachtruf der Faschingsgesellschaft, wenn sich dieser ganz besondere Lindwurm mit seinen festlich geschmückten Wagen, farbenfroh kostümierten Faschingsheroen und begleitet von reichlich musikalischen Klängen in Bewegung setzt. Auf den Thronplätzen des Zuges 2010 halten mit Thomas II., dem „kickenden Zivi von Krauthausen“ und ihrer Lieblichkeit Sandra II. (Branchenname „Wurzi, die Schnelle von Straß“) die Faschingshoheiten dieser Saison Hof. Flankiert werden sie von einem Zug, den die „Feringa“ mit Prunkwägen für das Prinzenpaar und die Kindergarde um Manuel I. und Lisa I. sowie mit Fußgruppen der Prinzengarde, der vereinseigenen Jugendshow und der beliebten Knödl-Toni-Gang traditionell anführt. Weitere Mitwirkende Danach folgt auf Wägen und zu Fuß, konfettijauchzend, springend und tanzend alles, was im Münchner Nordosten als Narr so auf sich hält: Der FC Rot-Weiß Oberföhring hat eine Abordnung ebenso mit dabei wie die Gäste des Faschingsclubs Neuhausen. Die Schützengesellschaft Oberföhring Priel, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft oder die Bayerische Volksbühne Watzmann ebenso wie der Akkordeon Club und die Munich Diamands, die Damischen Ritter genauso wie die Musikgruppen „Frechheit“ oder der Musikverein Harmonie sowie der Fanfarenzug der Münchner Musketiere wollen beim Gaudiwurm unbedingt mit von der Partie sein. Insgesamt rund 20 Gruppen und etwa 2000 Menschen entlang der Strecke – im Geviert zwischen Johanneskirchner-, Freischütz- und Cosimastraße und über die Franz-Wolter- und die Bernheimer Straße bis zur Oberföhringer Straße und zum Finalpunkt im Bürgerpark – werden am Sonntag wieder erwartet. Bürgerpark-Sause Fürwahr ein Höhepunkt – das im Bürgerpark mit einer Feiersause weitere fröhliche Urständ feiert. Dort wird rund um die große Naturbühne aber nicht nur gefeiert und getanzt. Auch des leiblichen Wohls wird mit vielen Schmankerln in fester und vor allem auch flüssiger Form auf das Vortrefflichste gedacht werden. Dazu treibt die Band „Queens of Heart“ mit reichlich heißen Rhythmen und scharfen Beats die Stimmung auf den Siedepunkt. Auch nicht entgehen lassen sollte man sich neben dem gepflegten Abtanzen dann auch die variationsreichen und top choreographierten Auszüge aus dem aktuellen Programm der Faschingsgesellschaft Feringa. Ob die reizend anzusehenden Damen der Prinzengarde oder der Kinder-Hofstaat, die Muskelkater-Gang oder die Jugendshow, die Knödl-Toni-Gang oder der prunkvolle Hofstaat mit dem Prinzenpaar – hier ist einiges geboten für das Auge des geneigten Faschingsflaneurs. Faschingsgesellschaft Feringa In den Reihen der traditionsreichen, seit 1976 bestehenden und derzeit etwa 300 Mitglieder starken Faschingsgesellschaft sind allein 70 Bühnenaktive vertreten. Bereits im November hat das Team um die Vorsitzende Manuela Fuchs mit den Vorbereitungen auf die Saison und den Höhepunkt, den Gaudiwurm, begonnen. „Der Fasching ist heuer bislang sehr gut verlaufen“, zieht die seit sieben Jahren an der Spitze der Feringa agierende Manuela Fuchs gegenüber HALLO eine positive Zwischenbilanz. „Die Inthronisation war gelungen, der Maskenball ausverkauft und wir können auf schöne Auftritte und Gardetreffen zurückblicken“, so Fuchs weiter. Jetzt blickt sie nach umfangreicher Vorbereitung mit ihren Getreuen erst einmal auf das Spektakel am Sonntag. „Hoffentlich haben wir tolles Wetter und es wird ein schöner Tag – der Fasching ist ja ohnehin viel zu schnell wieder vorbei“, gesellt sich bei der Teilzeit-Närrin und hauptberuflichen Kundenbetreuerin einer Firma für elektrische Bauteile, auch schon wieder reichlich Wehmut dazu. Aber am Sonntag wird davon nichts zu spüren sein. Dann heißt es wieder „Feringa Radau!“ und ein ganz besonderer Lindwurm bahnt sich seinen Weg. Harald Hettich

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