Erich Kuby zum 100.

„Erich Kuby zum 100. AufZEICHNUNGEN. Mein Krieg 1939 – 1945“ lautet der Titel einer Ausstellung von Susanna Böhme-Kuby und Benedikt Kuby, die noch bis 5. Februar in der Monacensia zu sehen ist. Im Rahmenprogramm werden am 29. Januar zwei Veranstaltungen angeboten.

Erich Kubys Geburtstag jährt sich 2010 zum 100. Mal – er starb im September 2005 in Venedig, von wo er in seinen letzten 25 Lebensjahren die deutsche Realität verfolgt und noch bis Ende 2003 kommentiert hat. Da hörte der 93-Jährige auf zu schreiben, zeichnete und aquarellierte aber noch bis in seine letzten Tage. In der Erinnerung seiner Leser ist Erich Kuby noch lebendig als scharfzüngiger Journalist und Kommentator zu Politik und Kultur, als erfolgreicher Schriftsteller und Autor von Hörspielen, Drehbüchern, und vieler Bücher, darunter „Das Mädchen Rosemarie“ – von seinen Zeichnungen wusste man bisher nichts. Erich Kubys zentrales Thema war der Mangel an politischer Vernunft in Deutschland, die Erfahrungen zweier Weltkriege haben das Verhältnis zu seinem „ärgerlichen Vaterland“ geprägt. Der Krieg – miterlebt als einfacher Soldat von Oktober 1939 bis Juni 1945 – fand thematischen Niederschlag in vielen seiner fast 30 Bücher, insbesondere in „Mein Krieg“ (1975). Die Ausstellung zeigt erstmalig eine Auswahl dieser Zeichnungen, erläutert durch Zitate aus Erich Kubys Buch „Mein Krieg. Aufzeichnungen aus 2129 Tagen“. Der literarische Nachlass von Erich Kuby wird in der Monacensia, dem Literaturarchiv der Stadt München, betreut. Für sein Werk erhielt Erich Kuby 1992 den Publizistikpreis der Landeshauptstadt München. 2005 wurde er mit dem Kurt-Tucholsky-Preis ausgezeichnet. Rahmenprogramm Im Begleitprogramm zur Ausstellung „Erich Kuby zum 100. AufZEICHNUNGEN. Mein Krieg 1939 – 1945“ wird am Freitag, 29. Januar, um 17 Uhr, eine Kuratorenführung mit Susanna Böhme-Kuby angeboten. Der Eintritt kostet 5 Euro, Karten gibt es ab 16.30 Uhr an der Abendkasse. Außerdem lädt die Monacensia am Freitag, 29. Januar, um 18 Uhr, zu einem Vortrag „Erich Kuby bei der Süddeutschen Zeitung in München. Das Jahr des unabhängigen Journalisten“ ein. Es spricht Professor Dr. Wolfgang R. Langenbucher, em. o. Prof. für Publizistik-Kommunikationswissenschaft, Universität Wien. Der Eintritt kostet 5 Euro, Karten gibt es ab 17.30 Uhr an der Abendkasse. Die Ausstellung „Erich Kuby zum 100. AufZEICHNUNGEN. Mein Krieg 1939 –1945“ ist noch bis zum 5. Februar in der Monacensia an der Maria-Theresia-Straße 23 zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Mittwoch 9 bis 17 Uhr, Donnerstag 10 bis 19 Uhr, Freitag 9 bis 15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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