Endspurt für den Bahn-Lärmschutz

„Jetzt geht es in den Endspurt um den Lärmschutz und um eine zukunftsfähige städtebaupolitische Gestaltung der Bahnstrecke von Zamdorf bis Johanneskirchen und verkehrspolitisch für die gesamte Region München Nord-Ost“, führte Kurt Scholz, Vereinsvorsitzender der Bürgerinitiative für Bahntunnel von Zamdorf bis Johanneskirchen, bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung aus.

Es gehe um die logische Fortsetzung des unterirdischen S-Bahnhofes am Flughafen, des Tunnels in Ismaning, des Tunnels in Unterföhring und hoffentlich bald durch den Tunnel von Johanneskirchen bis Zamdorf zur alten und neuen S-Bahn-Stammröhre. Die Notwendigkeit von Lärmschutzmaßnahmen sei durch die Entscheidung eines viergleisigen Ausbaues der Bahnstrecke, bestätigt durch den Bayerischen Landtag wie auch durch den Münchner Stadtrat, nunmehr gegeben. Wichtig zu wissen sei, dass zwei Gleise für die S-Bahn und Express-S-Bahn vorgesehen seien, zwei Gleise würden exklusiv für den Güterzugverkehr errichtet. Dies bedeute ungehinderten Güterzuglärm rund um die Uhr. Da die weiterführenden Strecken in die Zielbahnhöfe der Güterzüge nur nachts von den Personenzügen frei seien, würden diese zwei Gleise vor allem weiterhin nachts von einem fast ununterbrochenen Güterzugverkehr belegt sein. Chance erkannt Oberbürgermeister Christian Ude habe diese Problematik erkannt und die einmalige Chance für eine städtebaupolitische Gestaltung des Münchner Nordostens – gelegen in dem Entwicklungsgebiet zwischen Flughafen und Messe – aufgegriffen und daher eine Kostenbeteiligung zur Tunnellösung bereits verkündet. Aufgabe der Bürgerinitiative für Bahntunnel sowie der lärmbelastenden Anwohner und der staugeplagten Auto- und Busfahrer sei es nun, dem Bayerischen Landtag, als Auftraggeber des vier Kilometer langen Streckenausbaues, die Notwendigkeit einer Tunnellösung darzulegen. Damit solle auch die Kostenteilung zwischen Stadt und Land geklärt werden. Beim Bundesverkehrsminister, Peter Ramsauer, sei der Verkehrslärm als gesundheitsschädigend bereits anerkannt worden. Ramsauer habe entsprechende Gelder zur Lärmminderung bereitgestellt, derzeit leider nur für Bundesautobahnen. Hier müsse noch Nachhilfe geleistet werden, dass auch Schienenverkehr, vor allem nächtlicher Güterverkehr, durch bebaute Wohngebiete, genauso eines Lärmschutzes bedürfen. Die aktuellen Presseberichte und sonstige Informationen erhalten Interessierte über den Internetauftritt der Bürgerinitiative unter www.bi-tunnel.de.

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