Einschränkung für den Autoverkehr

Kritik an der grünen Welle für die neue Tram nach St. Emmeram üben Bogenhauser Bürger, da seit Inbetriebnahme der Linie das Durchkommen auf der Cosimastraße unerträglich langsam geworden sei. Foto: SWM/MVG

Grüne Welle hat die Tramlinie nach St. Emmeram, warten müssen an den vielen Ampeln entlang der Strecke die Autofahrer. Bürger hatten sich deshalb an den Bogenhauser Bezirksausschuss gewandt, der das Thema kontrovers diskutierte und letztlich vertagte.

„Wir brauchen keine grüne Welle für Autos, grüne Welle hat die Tram!“ stellte Andreas Nagel (DaCG) auf der jüngsten Sitzung des Bogenhauser Bezirksausschusses klar. Bürger hatten sich beim BA gemeldet und geklagt, dass seit Inbetriebnahme der Tram nach St. Emmeram das Durchkommen auf der Cosimastraße unerträglich langsam geworden sei. Grund dafür seien die zahllosen, überflüssigen Ampeln an jeder Tram-Haltestelle. „Es geht um Behinderungen durch die Tram. Wenn keine Bahn fährt, kann man den Autos grüne Welle gewähren“, erklärte Peter Reinhardt (CSU). Andreas Nagel aber hielt jede Intervention bei der Stadt für überflüssig, denn die neu geplanten Ampeln seien auch neu gesteuert. Das KVR als Gralshüter der Autos habe schon berücksichtigt, dass der Verkehr flüssig laufe. „Ich will keine grüne Welle für Autos! Die Tram braucht die grüne Welle, die Autos nicht!“ so Nagel. Phantom Wolfgang Helbig (SPD) kritisierte, man diskutiere über ein Phantom. Trotz Tram-Vorfahrt seien die Ampeln schon optimiert für die Autofahrer geschaltet. Christiane Bormann (FDP) meinte, es bringe schon Erleichterung, wenn die Ampeln zur Nachtzeit abgeschaltet würden. Laut Martin Tscheu (SPD), dem Verkehrssprecher des Bogenhauser Bezirksausschusses, könnte dies nur in der tramfreien Zeit zwischen 1 und 4 Uhr geschehen. Bevor der BA einen Beschluss fällte, bat Vorsitzende Pilz- Straßer die Polizei um ihre Einschätzung der Situation. Andrea Ortmayr, die Leiterin der Polizeiinspektion 22 Bogenhausen, erklärte, die Polizei verstehe die Ausführungen der Bürger, wisse aber nicht, wie sie weiterhelfen könne. „Die Leichtigkeit des Verkehrs ist eingeschränkt durch die Tramschaltung, die Sicherheit wird durch den Querverkehr eingeschränkt. So sollte es nicht sein“. Man registriere etwas mehr stockenden Verkehr durch die Ampelschaltungen, die Behinderung sei aber noch erträglich. Vertagt Die Verkehrsexperten des Bezirksausschusses wollen sich nochmals eingehend mit der Problematik auseinandersetzen, die Angelegenheit wurde vertagt. Gabriele Mühlthaler

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