Edeka am Fritz-Meyer-Weg 55 bleibt

Sorge um die Zukunft ihres Lebensmittelmarkts am Fritz-Meyer-Weg machen sich viele Menschen aus den umliegenden Wohngebieten. Der Inhaber des Geschäfts, Günter Linzmair, aber gibt Entwarnung und erklärte im Gespräch mit der HALLO-Redaktion, Edeka habe den Mietvertrag verlängert.

Die Menschen am Fritz-Meyer-Weg und in den umliegenden Straßen machen sich Sorgen, dass der Edeka-Markt vor ihrer Haustür sang- und klanglos verschwinden könnte, wenn sein Inhaber, Günter Linzmair, zum Jahresende in den Ruhestand geht. Seit 15 Jahren betreibt Linzmair das Geschäft, seit zwölf Jahren auch die darin beheimatete Postfiliale mit Postbank. „Ich war einer der Ersten, der das bekam. Es läuft sehr erfolgreich und bleibt am Ort. Die Gerüchte um die Geschäftsschließung tauchten wegen Verhandlungen zwischen Edeka und dem Hausherrn auf. Mein persönlicher Mietvertrag läuft zum Jahresende aus, ich gehe dann in den Ruhestand“, sagt Günter Linzmair. Seine Kunden aber kann er beruhigen: „Edeka hat den Mietvertrag verlängert!“ Nahversorgung gewährleistet Wer den Markt dann führen wird, kann Linzmair nicht sagen. Klar sei aber, dass es wieder einen Betreiber unter dem Namen Edeka geben werde, der die Nahversorgung der Menschen gewährleiste. „Es wird sicher ein großer Teil des Stammpersonals übernommen und der neue Betreiber bekommt von mir auch Tipps, wie er hier weiter bestehen kann. Wir haben Glück mit unserem weit gefächerten Kundenstamm“. Beim Angebot sei Frische und Qualität zu einem vernünftigen Preis der entscheidende Faktor, auch könne man gut auf aktuelle Kundenwünsche eingehen. „Wir sahen uns immer als Nahversorger und auch die Kunden der Poststelle sind sehr zufrieden“. Postfiliale Gerade bei der Postfiliale sei es wichtig, die Kunden nicht zu verärgern, weshalb Günter Linzmair dieses Geschäftsfeld selbst in die Hand genommen hat. „Wir haben uns zu einer sehr starken Postfiliale entwickelt und bieten uneingeschränkte Postbankdienste. Das nutzen viele Kunden“. Natürlich sei die Verantwortung durch die Postbank sehr hoch, man bewege ja erhebliche Vermögenswerte. Weil das Geschäft aber irgendwie ein Familienbetrieb sei, komme man mit dieser Verantwortung leichter zurecht. „Erst jetzt habe ich wieder zwei Angestellte, denen ich die Poststelle anvertrauen kann“, sagt Günter Linzmair. Gemeinsam mit seiner Frau hat er die Herausforderung gestemmt, bis vor kurzem arbeitete auch der Sohn noch mit. Der hat sich nun mit einem eigenen Laden an der Ottobrunner Straße selbstständig gemacht. Im Ruhestand, der ja kurz vor der Tür steht, werde das Geschäft ihm sicher fehlen, sagt Günter Linzmair. Er will sich mit Kutschenfahren ablenken, denn der Geschäftsmann ist stolzer Besitzer von fünf Pferden und nennt mehrere Fuhrwerke vom Einspänner übers Gäuwagerl bis zum Gig sein Eigen. In Oberschleißheim, wo Günter Linzmair wohnt, wird man ihn ab 2013 wohl öfter herumkutschieren sehen. Gabriele Mühlthaler

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