Dringender Wohnungswunsch

Im Übergangswohnheim Max-Proebstl-Straße in Daglfing wohnt derzeit eine sechsköpfige Flüchtlingsfamilie mit einer schwerstbehinderten Tochter aus dem Irak. Die Heimsituation stellt für die Familienmitglieder eine außerordentlich große Belastung dar und daher suchen sie dringend eine geeignete, behindertengerechte Wohnung.

Die Familie gehört zu den insgesamt 123 Irak-Flüchtlingen in München: 345 Personen wurden in Bayern und 2069 in Deutschland aufgenommen. Im Vorjahr floh sie aus dem Irak nach Syrien als dem Erstzufluchtsland. Hier verfügten sie sowohl über Arbeit als auch über eine geschlossene Wohneinheit. Um die medizinische Versorgung der pflegebedürftigen Tochter sicherzustellen, wurde die Familie auf Entscheid der Vereinten Nationen nach München überstellt. Erstmalig wurde die Familie hier nun mit der Heimsituation konfrontiert, was sie als extrem belastend empfindet. Begleitend unterstützt wird sie in dieser schwierigen Situation beispielsweise durch Hausaufgabenbetreuung und Begleitung zu Behörden. Etliche Vermittlungen erfolgreich Obwohl der Münchner Wohnungsmarkt erhebliche Schwierigkeiten für Wohnungssuchende aufweist, ist es bisher doch gelungen, für 17 Familien und fünf Einzelpersonen der Gesamtzahl der im Übergangsheim Max-Proebstl-Straße aufgenommenen Flüchtlingen Wohnungen zu finden. Sie konnten das Wohnheim bereits verlassen. Ebenso glücklich verlief inzwischen auch die Wohnungssuche für drei medizinische Fälle und ihre Familienangehörigen. Auch sie konnten bereits in private Wohnungen umziehen. Im Februar wird eine weitere Familie mit einem medizinischen Fall das Übergangsheim verlassen: In Zusammenarbeit mit der Stadt München konnte eine behindertengerechte Wohnung vermittelt werden. Wohnung dringend gesucht Auf Grund dieser geglückten Wohnungssuche für die Irak-Flüchtlinge hofft nun auch die sechsköpfige Familie mit der pflegebedürftigen Tochter auf das Angebot einer geeigneten, behindertengerechten Wohnung. Nähere Informationen gibt gerne Sarah Hergenröther, Telefon 089/12 02 17 15 oder E-Mail Kampagne@save-me-muenchen.de. Sabine Radloff  

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